Letzte Mitgliederversammlung vor Zusammenschluss mit Hirschberg

SPD Möhnetal ist Geschichte

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Geschlossen ist das Kapitel SPD-Ortsverein Möhnetal. Nach dem Auflösungsbeschluss stehen die Genossen vor der Fusion mit Hirschberg

Sichtigvor – Der SPD-Ortsverein Möhnetal ist Geschichte. Am Dienstagabend kamen die Genossen zu einer letzten Mitgliederversammlung im Gasthof Schmidt zusammen. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Die Auflösung des Ortsvereins. Die Abstimmung erfolgte einmütig. Wenn am Freitagabend auch die Hirschberger Sozialdemokraten nachziehen, steht dem Zusammenschluss nichts mehr im Weg.

Mehrfach, so der ehemalige Vorsitzende Holger Deimer, seien die Möhnetaler auf ihren „Alleingang“ angesprochen worden. Allerdings sei die „große Lösung“ - die Fusion aller Ortsvereine zu einem großen, das gesamte Stadtgebiet umfassenden Verbund – von den über 50 Parteimitgliedern aus Mülheim, Sichtigvor, Waldhausen, Allagen und Niederbergheim nach ausführlicher Information und Diskussion abgelehnt worden. Deimer: „Es wäre doch vermessen, wenn sich der Vorstand nun gegen ihr eindeutiges Votum entscheiden würde, nur, weil andere Ortsvereine sich das so wünschen.“

Zur Wahl des neuen Vorsitzenden des zukünftigen SPD-Ortsvereins Möhnetal-Hirschberg stelle er sich gern zur Verfügung, so Deimer. Sein bisheriger Stellvertreter Gerd Treptow will nicht mehr kandidieren, weil er sich voll und ganz auf seine anderen politischen Ämter, unter anderem als SPD-Ratsmitglied, konzentrieren möchte. Beide stehen jedoch voll hinter der Entscheidung, mit den insgesamt neun Hirschberger SPD-Mitgliedern zusammen zu arbeiten. Deimer: „Wir werden beweisen, dass wir das gut auf die Reihe kriegen.“ Für die Zukunft schließt er jedoch andere Konstellationen nicht aus: „Irgendwann wird wahrscheinlich die Zeit eines einzigen großen Ortsvereins im Stadtgebiet kommen.“ Nachdem die Versammlung die Neufestlegung der Grenzen beim Unterbezirksvorstand beantragt hatte, erläuterte Deimer das weitere Vorgehen. Die Neugründungsversammlung des neuen Ortsvereins Möhnetal-Hirschberg wird aller Voraussicht nach am 8. Februar, 18.30 Uhr, im Gasthof Schmidt stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorstandswahlen und die Verabschiedung der neuen Satzung. Deimer: „Ich hoffe, dass viele Interessierte im Vorstand mitarbeiten wollen.“

Ein letztes Mal ließen sich die Möhnetaler von Kassiererin Kerstin Rathöfer über die Finanzen informieren. „Es sieht sehr gut aus“, stellte sie fest. Allein von den Mitgliederbeiträgen könne man allerdings keine großen Sprünge machen. Sie bedankte sich bei den SPD-Amtsträgern, insbesondere bei der stellvertretenden Landrätin Heike Kruse, für die Abführung ihrer Bezüge in die Parteikasse.

Viel Kraft habe nach den Worten von Holger Deimer die Vorbereitung auf die Fusion gekostet. Dennoch sei im Ortsverein Möhnetal einiges passiert. Er verwies auf den Antrag zur Beschilderung „Vorsicht Radweg kreuzt“ an der Einmündung zur Viktor-Röper-Straße sowie am Haus Dassel in Allagen. Deimer: „Zusätzlich haben wir noch die Beschilderung am Radweg Sichtigvor beantragt.“ Inzwischen ist die Maßnahme genehmigt und bereits durchgeführt. Zum Schutz der Senioren im vor kurzem eröffneten Seniorenheim Gröblinghoff und zur Sicherheit der Schulkinder auf dem Weg zur Grundschule beantragten die Sozialdemokraten außerdem Verkehrsberuhigungen durch Tempobegrenzung auf 30 km/h und zwar an der Bundesstraße 516 zwischen Apotheke und der Einfahrt Neue Straße sowie auf der St.-Georg-Straße vom Kreisverkehr bis zur zweiten Möhnebrücke. Zebrastreifen sollen im Bereich Natursteinwerk Weber zum Mühlenpark und an der Einmündung in die Neue Straße von Böckmann zum Kloster angelegt werden. Ein weiteres großes Thema zahlreicher Treffen war, auch im Hinblick auf die anstehende Fusion, die Stärkung der Ortsvereine Möhnetal und Hirschberg.

Abschließend lud Holger Deimer die Anwesenden zum Neujahrsempfang des SPD-Stadtverbandes am kommenden Sonntag, 20. Januar, um 11 Uhr in die Waldwirtschaft im Bilsteintal ein.

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