Zusammenführung zwischen Oktober 2018 und Januar 2019

SPD Möhnetal fusioniert mit Hirschberg

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Ehrungen standen am Freitagabend unter anderem auf der Tagesordnung der SPD Möhnetal.

Sichtigvor - „Wir stehen so gut da, wie selten“, stellte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Möhnetal, Holger Deimer, beim  Ortsparteitag am Freitagabend im Gasthof Schmitz fest. Dennoch ist das Ende des Ortsvereins beschlossene Sache. Die Fusion mit dem Ortsverein Hirschberg steht kurz bevor.

Für den „Prozess der Zusammenführung“ haben die Vorstände den Zeitraum zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 angedacht. Die Entscheidung, den kleineren, mit acht Mitgliedern kaum noch handlungsfähigen Ortsverein Hirschberg zu stärken, hat sich der Vorstand nicht leicht gemacht.

Erst, nachdem sich 22 von insgesamt 52 Mitgliedern per Meinungsumfrage für die Neuausrichtung mit den Hirschberger Genossen ausgesprochen hatten, wurden die Weichen gestellt. Dass nur drei Mitglieder für die Bildung eines großen Warsteiner Ortsvereins gestimmt hatten, bedauerte Bernd Schauten. Als Fraktionsvorsitzender favorisiert er eine umfassendere Lösung unter Einbeziehung der Ortsvereine Belecke (33 Mitglieder), Suttrop (39) und Warstein (44). „Wir haben es genauso gemacht, wie unsere Mitglieder es gewünscht haben“, setzte Holger Deimer dagegen.

„Das ist eine historische Entscheidung“, unterstrich Ortsvorsteherin Heike Kruse die Bedeutung der Fusion. Im Übrigen sei es die zweite, die sie in ihrer 25-jährigen SPD-Laufbahn erlebe. Im Januar 1995 war sie dabei, als die Ortsvereine Allagen, Sichtigvor und Mülheim in eine gemeinsame Zukunft als Ortsverein „Möhnetal“ starteten: „Es hat überhaupt nicht weh getan.“ Die Angst der Mitglieder, dass sich in der Zeit der Auflösung auch ihre Parteimitgliedschaft verflüchtigen könnte, zerstreute Deimer mit dem Hinweis auf ein Informationsblatt, das über das anstehende Prozedere aufklärte.

Im Hinblick auf den „danach“ neu zu installierenden Vorstand fehlte der Tagesordnungspunkt „Wahlen“ während der wohl letzten Jahreshauptversammlung im bekannten Rahmen gänzlich.

Stattdessen informierte der Vorstand über zwei Anträge an die SPD-Landeskonferenz, die am 23. Juni stattfindet. Der Ortsverein spricht sich darin für eine Änderung des Landesbestattungsgesetzes aus. Es soll das Verbleiben der Asche aus Urnen auf dem jeweils eigenen Grundstück gestatten. Die Begründung: „Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nach alternativen Bestattungsformen sind groß.“ Das Land Bremen habe bereits die Konsequenz daraus gezogen und sein Bestattungsgesetz dahingehend geändert. Des Weiteren plädiert der Ortsverein für ein verpflichtendes Lobbyregister das offenlegt, welche Lobbyisten für welche Anliegen arbeiten und wer sie dafür bezahlt. Davon erhofft sich der Antragsteller mehr Transparenz hinsichtlich der Vorhaben der Interessenvertreter.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr erinnerte Holger Deimer an das gelungene Kroneichenfest und den Einsatz von Andreas Rathöfer am Grill. Im November traf man sich zum Dämmerschoppen auf dem Feuerwehrvorplatz. Im Januar 2018 stand der Neujahrsempfang des Stadtverbandes auf dem Programm, am Muttertag wurden Rosen verteilt.

In einem Antrag an die Stadt forderte der Ortsverein die Beschilderung „Vorsicht Rad- und Wanderweg kreuzt“ am Radweg/Viktor-Röper-Straße in Höhe des Hauses Dassel. „Das Schild wird in Kürze aufgestellt“, vermeldete Deimer den Erfolg der Aktion. Außerdem wünscht sich der Ortsverein zum Schutz der Senioren im zukünftigen Seniorenheim Gröblinghoff und von Schulkindern auf dem Weg zur Grundschule diverse Verkehrsberuhigungen, zum Beispiel einen Zebrastreifen an der Einmündung in die Neue Straße (von Böckmann zum Kloster). 

Nachdem Heike Kruse und Bernd Schauten aus der Arbeit von Kreistag, Rat und Fraktion berichtet hatten, zog der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, MdL Marc Herter, ein Jahr nach Bildung der neuen Landesregierung aus CDU und FDP eine erste Bilanz, wobei er durchaus selbstkritische Töne anklingen ließ. Zuvor hatte er verdiente Mitglieder des Ortsvereins ausgezeichnet. Ehrennadeln und Urkunden erhielten Iris Markau für 40-jährige, Gudrun Wilmes für 25-jährige und Gregor Dicke für zehnjährige Mitgliedschaft. 

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