Erste Lagebesprechung

Ki möchte ein „Haus der Kunst“ für bildende Künstler aus Warstein

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Warstein – Es tut sich was in Warstein. „Das kulturelle Leben hat sich in den letzten Jahren enorm belebt, allein der Bereich der bildenden Kunst führt ein eher stiefmütterliches Dasein“, bedauert eine Gruppe heimischer Künstlerinnen und Künstler.

Seit einiger Zeit stellt sie, gemeinsam mit der Kulturinitiative Ki, Überlegungen an, ob es möglich ist, angemessene Räumlichkeiten – neben der Galerie der Volksbank und der Musikschule – für Ausstellungen und andere künstlerische Aktivitäten zu finden. 

Zu einer ersten Lagesprechung trafen sich jetzt Antje Prager-Andresen, Heike Himmelsbach, Jörg Malzon-Jessen, Robert Pasitka und Werner Braukmann in der Domschänke.

Sie diskutierten unter anderem einen Vorschlag von Bürgermeister Dr. Thomas Schöne, der auf ein geeignetes Gebäude aufmerksam gemacht hatte. „Ein Haus der Kunst“ mit Ateliers, Veranstaltungsangeboten, Ausstellungs- und Seminarräumen, Musikdarbietungen sowie den unterschiedlichsten Möglichkeiten des Austausches und des künstlerischen Schaffens wäre, nach den Worten von Antje Prager-Andresen, „ein Traumhaus“. 

Damit es Wirklichkeit werden kann, müsste sich ein Trägerkreis zusammen schließen. Hier kommt die Kulturinitiative „Ki“ ins Spiel. „Als Dachorganisation könnten wir das Know-how liefern“, bot Werner Braukmann die Mitarbeit der Kulturinitiative an. 

Da von der Stadt keine finanzielle Unterstützung zu erwarten sei, müsse man sich nach anderen Geldgebern umschauen. Die NRW-Stiftung zum Beispiel, Sponsoren seien ebenso willkommen wie ehrenamtliche Helfer. Braukmann: „Wir als Ki könnten Starthilfe leisten.“

Doch bevor es losgehen kann, sollten möglichst viele Kunstschaffende und -freunde ihr Interesse an dem Projekt bekunden. Ob Fotografen, Maler, Bildhauer, Druckgrafiker, Installationskünstler, Musiker, Kunstpädagogen oder einfach nur Menschen mit Interesse sind am 28. Februar zu einem Treffen ins Foyer der Neuen Aula eingeladen. 

Angedacht ist die Bildung eines Kunst-Kreises der sich, so Braukmann, belebend auf Warstein auswirken könnte. Eine „große, stabile Interessengemeinschaft, deren Mitglieder im weiten Umkreis zu Hause sind“, stellt sich Robert Pasitka vor. 

Er möchte gern jungen Menschen, zum Beispiel Designstudenten, die Möglichkeit geben, im Künstlerhaus ihre ersten Arbeiten mit Hilfe der dort ein und ausgehenden, erfahrenen „Kollegen“ zu erstellen. 

„Wir wollen keinesfalls im Elfenbeinturm agieren“, betont Jörg Malzon-Jessen die Offenheit des geplanten Hauses für alle Gesellschafts- und Altersgruppen. Doch beim Treffen in der Aula geht es zunächst einmal um das Abklopfen der Interessenlage. 

„Das ist ein langer Weg, den wir nur mit Vielen gemeinsam gehen können“, vermutet Werner Braukmann und ist sicher: „Die Strahlkraft eines solches Projektes würde weit über Warstein hinaus gehen.“

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