20 Millionen Euro in Warsteins Bauprojekte

Überwiegend private Investoren

Warstein – In einem Umkreis von 500 Metern zwischen dem Fachmarktzentrum an der Franz-Hegemann-Straße und dem Domquartier (ehemals Bergenthal-Gelände) werden derzeit über 20 Millionen Euro verbaut – und den dicksten Batzen machen Privatinvestitionen aus.

Diese Summe nannte Bürgermeister Dr. Thomas Schöne bei einem Treffen mit dem Ehepaar Nilüfer und Vahit Özyurt aus Ahlen und dessen Architekt Gerd Hohmann aus Soest auf dem Dr. Segin-Platz. 

Er war Ausgangspunkt für eine Baustellenbesichtigung, die den Bürgermeister zu der Aussage mit begeistertem Unterton „Es ist ganz große Klasse, dass hier eines der hässlichsten Gebäude in ganz Warstein zu neuer Blüte gebracht wird“ veranlasste.

Und der Blick auf den Hinterhof, und nichts anderes ist der Dr. Segin Platz noch, ließ auch keine andere Bewertung zu. Die, die das ändern, sind Nilüfer und Vahit Özyurt, die das Gebäude Hauptstraße 75 und das Geschäftshaus am Dr. Segin-Platz vor gut sechs Jahren gekauft haben. Architekt Gerd Hohmann aus Soest begann dann vor etwa eineinhalb Jahren mit der Umbauplanung für eine neue Nutzung als Wohn- und Geschäftskomplex. 

Die Erwartung, das Treffen für einen Zeitpunkt zu arrangieren, zu dem das Gerüst am Haus an der Hauptstraße abgebaut sein würde, erfüllte sich nicht. Es soll in der nächsten Woche passieren. 

Noch ist an der Hauptstraße 75 der Rossmann-Drogeriemarkt für Übergangszeit bis zum Rück-Umzug ins Fachmarktzentrum an der Franz-Hegemann-Straße untergebracht, für eine Nachfolgenutzung mit einem anderen Mieter laufen die Verhandlungen.

Das Ehepaar Özyurt hat einen siebenstelligen Betrag in die Hand genommen, um den Gebäudekomplex erheblich aufzuwerten. Dazu gehören im Haus Hauptstraße 75 fünf Wohnungen, davon eine neue im Dachgeschoss mit großzügigem Rundum-Blick von der Altstadt bis zum Piusberg.

 Der Zwischentrakt (ehemals Gastronomiebetrieb Farm House/Skyline) soll mit Geschäften besetzt werden, und der „Kubus“, wie der hässliche Klotz mit Baujahr 1974 am Dr. Segin Platz genannt wird, bekommt ein Café an Stelle der jetzigen Postagentur, die innerhalb des Gebäudes umzieht. „Wir schaffen hier eine Win-Win-Situation für die Investoren und die Stadt“, sagte Bürgermeister Dr. Schöne.

 Denn spätestens Anfang nächsten Jahres, wenn der Förderbescheid für den Marktplatz und Dr. Segin-Platz vorliegt, beginnen die Umgestaltungsarbeiten. Aus dem Hinterhof wird ein Wohlfühlort für die Bevölkerung, und der neue Rathausanbau mit seinem Bürgersaal bietet sich an als Veranstaltungszentrum. 

„Die Arbeiten aus privater und öffentlicher Investition gehen Hand in Hand“, sagte Sabine Leitner, Fachbereichsleiterin Technische Dienste im Rathaus. Und Architekt Gerd Hohmann zog den Vergleich zum Märchen vom hässlichen Entlein: „Das verwandelt sich hier zu einem Schwan“.

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