Michael Hassel auf musikalischer Rundreise durch die USA

Country-Musiker durch und durch: Michael Hassel.
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Country-Musiker durch und durch: Michael Hassel.

SUTTROP - Wenn ein echter Sauerland-Cowboy durch die vereinigten Staaten von Amerika tourt, bleibt das nicht ohne Folgen. Auf den Spuren von Elvis Presley, Jonny Cash, Glenn Miller, B.B. King, Jerry Lee Lewis und vielen anderen Musiklegenden besuchte Country-Sänger Michael Hassel im vergangenen Jahr das Land seiner (Musik)Träume.

Zurück in Suttrop fasste er das Erlebte in einem Song zusammen. „Mein neuer Cowboyhut der ist aus Nashville“ ist der Titel der CD, die ab sofort auf seiner Homepage www.mikels-country.de Probe gehört werden kann.

Schon der Titel verrät, welcher Ort den leidenschaftlichen Musiker besonders magnetisch angezogen hat. „Ich war bei Cash und auch in Graceland, das sind Momente voller Magie“, singt er und schließt eine Liebeserklärung an den „Sound des Südens“ an. Noch heute glänzen seine Augen, wenn er vom 5000-Kilometer-Trip im Dodge Caravan kreuz und quer durch die Südstaaten erzählt. Auf dem Flughafen Atlanta (Bundesstaat Georgia) gelandet, steuerte er in Begleitung von Ehefrau Sylvia, seinem Musikerfreund Alfred Müller und dessen besserer Hälfte Maria auf direktem Weg den „Great Smokey Mountain National Park“ (North Carolina) an.

„Der kommt in John Denvers „Country Road“ vor, da musste ich einfach hin.“ Nach einem Kurzbesuch im Reservat der Cheerokee-Indianer, wo sie ein Autogramm vom 80 jährigen Häuptling „Junger Wolf“ bekamen, ging es weiter nach Chattanooga, der Heimat des Glenn Miller Sounds. Dort stürzte sich die Gruppe aus Suttrop ins Nachtleben und Michael Hassel kam beim Karoke ganz groß raus. „Die Leute sind total abgedreht.“ Zur Belohnung gab’s Applaus und „Warsteiner Premium Dunkel“. Noch besser mundete der Whiskey in Lynchburg, wo Jack Daniels seine Produktionsstätte hat.

Dann endlich stand das Mekka der Country-Musik auf der Reiseroute. Im Hard Rock Cafe downtown Nashville-Tennesee stärkte man sich mit Spare Rips, Pommes und Riesenburgern für den abendlichen Bummel durch das Hauptquartier der amerikanischen Country-Musikindustrie „Music Row“. Hier, im legendären Studio B, nahm der „King of Rock an Roll“ Elvis Presley mehr als 200 Hits auf. Auch die Everly Brothers, Roy Orbison, Charly Pride und Dolly Parton haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Höhepunkt war Live-Auftritt mit Country-Band

„Das war einfach nur der Hammer“, erinnert sich Hassel. Höhepunkt des Abends war sein Live-Auftritt mit einer Country-Band im legendären „Honky Tonk“. Nachdem er Jonny Cashs „Ring of Fire“ zum Besten gegeben hatte, bedankte sich ein begeisterter Zuhörer bei dem deutschen Gastsänger mit den Worten: „Thank you, Mister Cash!“ Noch heute läuft es dem Suttroper „kalt den Rücken runter“, wenn er an den Besuch am Grab seines Idols in Hendersonville zurückdenkt. „Das war ein sehr bewegender Moment.“ Doch die Gänsehaut-Momente hörten nicht auf. Am nächsten Reisetag stand ein

Besuch in Memphis auf dem Programm. „Ich hab mich gefühlt, als wär ich ein Teil dieser Elvis-Mania“, beschreibt Hassel den Besuch der Pilgerstätte für Elvis-Fans „Graceland“. Hier lebte der King seit dem Frühjahr 1956, hier starb er 1977 und hier wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Seine Villa, sein Schlafzimmer, seine 4,50 Meter lange weiße Couch im Wohnzimmer, das Esszimmer mit dem riesigen Kronleuchter, sein Billardtisch und sein Aufnahmestudio, seinen Rolls Royce und sein Privatflugzeug – das alles nahmen die Besucher genauestens unter die Lupe. Hassel: „Es packt einen ein nicht zu beschreibendes Gefühl, wenn man durch diese Räume geht.“

Er hat sich überall zuhause gefühlt

Das nächste Highlight wartete in New Orleans. Im Hard Rock Cafe des „French Quarter“ stieg Hassel noch einmal auf die Bühne, zur Freude der amerikanischen Fans. Tage später landete er auf dem Weg nach Jackson in einem „German Schnitzelhaus“. Dort sang er mit dem Stargast zusammen das Kufsteinlied inklusive Jodeleinlage. „Das war exakt meine Welt“, schwärmt Hassel auch von den weiteren Stationen der Traumreise. Ob im Steamboat auf dem Mississippi, beim „Mardi Gras“ Probelauf in der Bourbon-Street, am Strand von Florida, in Savanah oder Atlanta, überall hat er sich zuhause gefühlt. So wundert es nicht, dass die letzte Strophe seiner CD mit einem Versprechen bezüglich des nächsten Amerika-Besuches endet: „…und weil es mir so gut gefällt muss ich auch wieder hin. Mein Cowboyhut erinnert mich und darin liegt der Sinn!“ -  sch

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