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Maskenpflicht fällt weg: Wo in Warstein aber dennoch Maske getragen wird

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Von: Alexander Lange

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Oliver Korsch, Leiter des Combi-Marktes, hat neue Schilder angebracht. Die weisen nun nur noch auf die Mindestabstände hin.
Oliver Korsch, Leiter des Combi-Marktes, hat neue Schilder angebracht. Die weisen nun nur noch auf die Mindestabstände hin. © Alexander Lange

Seit Sonntag ist die allgemeine Maskenpflicht, abgesehen von Ausnahmen, aufgehoben. Wie die neue Regel zum Beispiel in Supermärkten, im Europa-Gymnasium oder bei der Warsteiner Feuerwehr gehandhabt wird.

Warstein – Trotz nach wie vor hoher Infektionszahlen sind ein Großteil der Corona-Regeln seit Sonntag Geschichte. 2G, 3G und Co. fallen größtenteils weg, die Testpflicht gilt unter anderem nur noch in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern. Dort und beispielsweise in Arztpraxen muss auch noch Maske getragen werden. Ansonsten ist aus dem Muss der Maskenpflicht ein Kann geworden. Weder im Supermarkt, noch an der Tankstelle oder bei Großveranstaltung muss sie aufgesetzt werden. Einigen gehen diese Lockerungen aber zu schnell. Sie greifen weiterhin zu den Mund-Nasen-Schutzen. Zudem kann auch immer noch das Hausrecht angewandt werden.

Europa-Gymnasium Warstein

Eine Woche vor den Osterferien ist die Maskenpflicht ausgelaufen. „Die Infektionsgefahr besteht in der Schule leider nach wie vor. Auch diese Woche haben sich zahlreiche Schüler und auch Lehrpersonen mit dem Coronavirus infiziert“, teilt Bernd Belecke, Schulleiter des Europa-Gymnasiums, auf der Homepage mit: „In der Woche vor Ostern werden wir uns Montag, Mittwoch und Freitag wie gehabt auf Corona testen. Ab Montag erfolgt das Tragen der Maske in der Schule allerdings freiwillig. Ich appelliere aber an alle, die Maske im Schulgebäude auch diese eine Woche noch zu tragen, damit wir möglichst alle gesund in die Ferien kommen.“

Edeka-Center Dumke und Combi-Markt

Während die Angestellten des Edeka-Centers Dumke weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen, fällt die Pflicht für die Kunden weg. „Maske tragen auf freiwilliger Basis“ lautet das Stichwort. Der Stimmungstrend sei aber eindeutig. 80 bis 90 Prozent der Kunden am Montagmorgen griffen zum Mund-Nasen-Schutz.

Gleich handhabt es Combi-Leiter Oliver Korsch: „Bei uns haben die Kunden freie Wahl, da gab es auch eine betriebliche Grundempfehlung.“ Alle Angestellten tragen aber weiterhin ihre Maske. Und was sagen die Kunden? „Bislang hat mich ein Kunde gefragt, ob er noch eine Maske tragen müsse oder nicht. Ansonsten hatte wirklich jeder bislang eine Maske auf“, so Korsch am Montagmorgen.

Gottesdienste

„Wir folgen der Empfehlung des Erzbistums Paderborn“, sagt Markus Gudermann, Leiter des Pastoralen Raums Warstein. Also bleibt es vorerst bei Abstandsregel und Maskenpflicht: „Bei den Gottesdiensten am Wochenende haben wir das auch so gehalten. Wir warten die weiteren Entwicklungen und Entscheidungen ab.“ Grundsätzlich könne man als Pastoraler Raum aber auch selber entscheiden: „Wir haben ja Hausrecht und im Moment würden wir es daher auch bei der Maskenpflicht belassen.“

In den Gottesdiensten der evangelischen Kirche gilt weiterhin die 3G-Regel und Maskenpflicht. Und das auch noch bis Monatsende. Dann wird das Presbyterium tagen und neu entscheiden.

Feuerwehr der Stadt Warstein

Trotz der Lockerungen bleibt die Feuerwehr bei der bisherigen Regelung. „Wir lassen die Maske bei Einsätzen und im Fahrzeug weiterhin auf“, sagt Feuerwehr-Leiter Donat Ahle: „Wir wissen ja auch nach wie vor nicht, was uns an der Einsatzstelle erwartet.“ Auch was den Besuch in den Feuerwachen beispielsweise angehe, bleibe man „vorsichtig“, so Ahle: „Wir testen nicht mehr so intensiv wie vorher, wollen aber einige Regeln beibehalten.“

Auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Warstein setzt weiterhin auf Masken bei Einsätzen, wie hier bei der Firma Tip Top im März.
Auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Warstein setzt weiterhin auf Masken bei Einsätzen, wie hier bei der Firma Tip Top im März. © Alexander Lange

Bei Lehrgängen und dem Kontakt mit weiteren Feuerwehren werde vorab getestet: „Wir beziehungsweise die Bevölkerung können es sich nicht erlauben, wenn die Feuerwehr quasi stillsteht. 20 bis 25 Mitglieder der Feuerwehr sind in etwa durchgängig infiziert oder in Quarantäne, größere Ausbrüche hat es aber nicht gegeben. Und wir wünschen uns, dass das auch so bleibt.“

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