Er regiert in Waldhausen mit Lebensgefährtin Beate Eickhoff

Martin Beele entscheidet spannenden Kampf um die Königswürde für sich

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Waldhausen - Das letzte Ticket zur Teilnahme am Kaiserschießen im nächsten Jahr anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der St.-Antonius-Schützenbruderschaft, konnte am Freitagabend Martin Beele lösen. Mit dem 150. Schuss spaltete der Königsoffizier die Brust von Aar „Never ever“ und machte seiner Freude, mit einem erlösten Aufschrei, Luft.

Der 46-Jährige hatte vor exakt 20 Jahren schon einmal die Königswürde erringen können: „Ich wusste jetzt eben, was ich zu tun hatte“, erklärte er nach dem finalen Schuss und schloss seine Lebensgefährtin Beate Eickhoff freudestrahlend in die Arme. 

Das Nachsehen hatten seine beiden Kontrahenten Sven Bret`l und Manuel Schulte, die 90 Minuten lang, ebenfalls für einen wahren Späne-Regen bei perfekten Schützenfestwetter sorgten. Auch „Dauer-Königsanwärter“ Matthias Becker zeigte sich erst schießfreudig unter der Stange. 

Kaum waren die Ehrenschüsse abgefeuert, entriss er dem Vogel mit dem Apfel bereits die erste Insignie (6.). Einen Schuss darauf freute sich Stefan Wiedenstridt über das Zepter und mit der zehnten Patrone war durch Rainer Kemper „Never ever“ bereits ungekrönt. 

Zahlreich war die „Prominenz“ beim Vogelschießen in Waldhausen. Neben allen Ortsvorstehern des Kirchspiels, Bürgermeister Schöne, Präses Pfarrer Raoul van Lieshout, Sarah Schauerte als neue Gebietsverkaufsleiterin der Warsteiner Brauerei und ihr Kollege Thomas Wulfert (Key Account Gastronomie) gab sich auch Warsteiner-Chefin Catharina Cramer mit ihrem Ehemann Frank die Ehre – nicht ganz ohne Grund. „Wir freuen uns, als Vertreter der Paul-Cramer-Stiftung, die sich auch um das heimatliche Brauchtum kümmert, den kleinsten, aber ganz agilen Ort des Stadtgebiets unterstützen zu können“, zauberten Cramer und Schöne zu Beginn des Schießens einen 1000-Euro-Scheck herbei und überreichten ihn, unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer, an Oberst Dietmar Beele. 

Die Spende fließt dem Bau des neuen Schießplatzes nebst Vogelstange zu. „Dann kann man heute die Vogelstange ja auch komplett abschießen“, scherzte die Brauerei-Inhaberin nach der Übergabe und ließ es sich nicht nehmen, selbst einen Ehrenschuss abzufeuern. Der Vogel nahm den ungewohnt weiblichen Angriff gelassen und ließ nicht eine Feder. 

Wesentlich zielgenauer zeigte sich wenig später das Aspiranten-Trio. Um den 140. Schuss prognostizierten Schießmeister Andreas Wirth und Ex-König Jens Alfermann: „Er kommt. Jetzt entscheiden die Nerven.“ Die bewies schließlich Martin Beele, der als Werkzeugmacher bei Persta Stahlarmaturen in Belecke arbeitet und neben seinem Schützen-Amt – wie seine Königin auch - aktives Mitglied der Waldhausener Laienschauspieler ist. Der Festzug startet am  Sonntag um 15 Uhr am Haus des Königspaars in der Lippstädter Straße 24. - iz

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