Markus Cramer neuer König in Sichtigvor

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Schützenfest Sichtigvor

Scheibchenweise zerlegte Markus Cramer am Montagmorgen den stolzen Königsvogel "Florian, den 112." und machte sich pünktlich um 12 Uhr mit dem 184. Schuss zum neuen König der St. Georg-Schützenbruderschaft. 

Von Petra Dorenkamp

Der 42-Jährige arbeitet als Elektroniker beim Ruhrverband und wohnt gemeinsam mit seiner Ehefrau Nathalie (31) und der zweijährigen Tochter Sophie im Haselfeldweg 21.

Nach dem gemeinsamen Schützenfrühstück hatten sich zahlreiche Schützen und Gäste an der mobilen Vogelstange im Haselfeld eingefunden um den neuen Regenten der Sichtigvorer Bruderschaft zu ermitteln. Bei strahlendem Sonnenschein legten zunächst die Ehrengäste auf den auch in diesem Jahr wieder von Heinz Schünemann gebauten Königsvogel an. „Wer auch sonst?“ hieß es schon nach dem 17. Schuss, mit dem Elmar Holzapfel mit dem Apfel die erste Insignie zu Boden beförderte, mit dem 40. Schuss sicherte sich Major Bernd Heinze das Zepter und nur vier Schüsse später ging die Krone an Peter Bathe.

Langsam lichteten sich die Reihen, der Vogel hing in leichter Schieflage und als Markus Cramer dann seine Ohrenstöpsel hervorholte, wurde klar, dass er heute noch des Öfteren auf den Königsvogel anlegen und ihn schließlich auch bezwingen wollte. Doch bis dahin sollte es noch ein längerer Weg werden. Mit dem 62. Schuss „köpfte“ Cramer zunächst den Aar und wurde dann noch einmal von einigen Schützenbrüdern unterstützt. Allen voran Kaspar Gröblinghoff, der seit Kindertagen mit Cramer befreundet ist.

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und seinem Freund selbstverständlich bei seinem Vorhaben zur Seite stand. Dieser erleichterte den Königsvogel dann zunächst auch um ein Flügelstück und sorgte mit gezielten Schüssen dafür, dass ein großer Teil der blau-roten Eierkette zu Boden ging. Um 11.40 Uhr fiel dann schließlich, ohne direkte Schusseinwirkung, der rechte Flügel und gab damit für Gröblinghoff das Zeichen sich zurückzuziehen. „Auch wenn er noch relativ stabil aussieht, weiß man nie, wie es dahinter aussieht“, resümierte auch Schießmeister Hubert Falkenstein, der nun den Rest des Weges mit dem designierten König Markus Cramer allein gehen musste. Dieser legte dann Schuss für Schuss auf den Vogel an und demonstrierte eindrucksvoll, dass man einen Schützenvogel auch scheibchenweise aus dem Kugelfang holen kann.

Um 11.50 Uhr schließlich brandete großer Jubel auf, als nach dem 170. Schuss der linke Flügel zu Boden ging und viele der Zuschauer schon das herbeigesehnte Ende des Vogelschießens gekommen sahen. Dieses sollte sich jedoch als „Fehlalarm“ herausstellen , denn ein kleiner Rest des Vogels befand sich immer noch im Kugelfang. 14 weitere Schüsse brauchte Markus Cramer, bis er schließlich um Punkt 12 Uhr jubelnd als neuer König der St. Georg Schützenbruderschaft feststand.

Eine besondere Ehre wurde im Anschluss noch dem scheidenden Schießmeister Hubert Falkenstein zu Teil, als Dank für seine achtjährige, ehrenamtliche Tätigkeit erhielt er von Oberst Thomas Schulte den Orden für Verdienste des Sauerländer Schützenbundes. Am Nachmittag präsentierte sich dann das neue Königspaar mit seinem Hofstaat in einem prächtigen Umzug.

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