Pagen sind Wilfried „Knurri“ Steimann und Georg „Lala“ Borghoff

Märchenprinz Helmut II. aus dem Hause Blanke regiert GBK

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Beim Vogelschießen der ewige Zweite, bei der GBK nun die Nummer 1: Prinz Helmut II. aus dem Hause Blanke regiert seit Samstagabend die Belecker Narren, ihm zur Seite stehen Wilfried „Knurri“ Steimann und Georg „Lala“ Borghoff als Pagen.

Belecke – Es gibt sie. Selten. Aber es gibt sie. Die närrischen Tollitäten, die nach dem lang erwarteten „Prinz erscheine“ die Gesichter der Zuschauer prompt erstrahlen lassen und an allen Tischen ein „Er? Ach, wie schön!“ zu hören ist. Solch ein Volltreffer gelang am Wochenende den Prinzenmachern der GBK mit ihrem neuen Monarchen „Prinz Helmut II. aus dem Hause Blanke, Närrischer Märchenprinz vom Belecker Bahnhof und Vögel verschonender Regent der Wärme bringenden Zunft“.

Das erste jecke Oberhaupt des Stadtgebietes vereint alles, was ein „perfekter“ Prinz mitbringen sollte. Allein durch seinen Beruf als selbstständiger Heizungsbauer und Installateur ist Blanke „bekannt wie ein bunter Hund“. Seit Jahrzehnten dem Karneval tief verbunden – jahrelanger Schatzmeister und aktives Elferratmitglied. Beliebt, sympathisch. Nicht zu vergessen, das I-Tüpfelchen, das bereits im Titel zu erkennen ist: Der ebenfalls aktive Schützenbruder (Beisitzer der Nordkompanie) ist vielleicht eine der tragischsten Figuren unter der Vogelstange. Bereits seit vielen Jahren legte er dort wieder und wieder auf den Aar an – und verlor stets jedes Duell um die Königswürde: „Das hier ist ein hartes Los, wenn du nur Zweiter kannst“, meinte der frisch erkorene Prinz augenzwinkernd, nachdem er hunderte von entgegen gestreckten Händen geschüttelt, endlich die Bühne erreichte.

Prunk- und Galasitzung der GBK

 Hartes Los? Wer es glauben mag! Prinz Helmut II. strahlte und winkte und sagte schließlich das, was er mit jeder Faser ausstrahlte: „Ich freu' mich total!“ Und weil große Freude auch schon mal sprachlos machen kann, mussten seine Pagen Wilfried „Knurri“ Steimann und Georg „Lala“ Borghoff fürs Verlesen der Proklamation „ran“. Darin bedachte Helmut II. auch direkt seine tragischen Schützenmitstreiter und verfügte, dass alle „Vize-Schützenkönige“, die mindestens dreimal vergeblich auf den Vogel angelegt hatten, in die neu einzurichtende „Hall of Fame“ in der Wandelhalle der Schützenhalle ihren Ehrenplatz bekommen sollten.

Diese Halle zeigte sich am Samstag allen Besuchern der Prunk- und Galasitzung bereits Motto-gerecht. Vogelgezwitscher lockte in einen dichten Wald. Unter dem Motto „Märchen, Mythen und Monds Karl – sagenhafter Karneval“ startete dann der Elferrat in ein Programm, das mit Höhepunkten wucherte: „Wein, Weib und Gesang“ haben die Grimm-Brüder Bankrott gemacht. Auf der Suche nach einer neuen märchenhaften Story begegnen sie allerlei bekannten Figuren. Den ersten Tipp gibt’s von „Frau Bolle“ alias Jens Bollmann. „Sucht ein Gebäude. Es dient der Freude fürs närrische Heer!“ Schützen-Froschkönig Michael Vahle steigt aus dem Brunnen und kann sich einen Seitenhieb auf den bis dato noch unbekannten Prinzen nicht verkneifen: „Das Vogelschießen war leicht – ich bin ja kein Kempner!“ Monds Karl, der prollige Macho, bändelt mit Rapunzel an und auch Hameckeweibchen und Haarmännchen geben sich ein Stelldichein. Schließlich ist des Rätsels Lösung gefunden und in der Narrhalla Badulikum wurde in den folgenden viereinhalb Stunden, unter der Moderation von Präsident Christoph Sellmann und Sitzungs-Präsi Tim Raulf eine neue märchenhafte GBK-Geschichte geschrieben.

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