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Mann (34) verschanzt sich und bedroht Pflegekräfte: Polizei mit großem Aufgebot im Einsatz

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Von: Daniel Schröder

Um 1.51 Uhr wurde die Polizei zur LWL-Klinik Warstein gerufen.
Um 1.51 Uhr wurde die Polizei zur LWL-Klinik Warstein gerufen. © Daniel Schröder

Für die Mitarbeiter der LWL-Klinik war der Mann kein Unbekannter. Doch so hatte er sich noch nie aufgeführt. Der Patient rastete in der Nacht auf Freitag aus, Polizei und Rettungskräfte mussten anrücken.

Warstein-Suttrop - Die Polizei berichtet von einem Randalierer, der ihr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der LWL-Klinik in Warstein-Suttrop zu schaffen machte. Um 1.51 Uhr waren die Einsatzkräfte auf das Klinikgelände gerufen worden, erklärte Polizeisprecher Holger Rehbock.

Bevor es zu dem Vorfall kam, sei der 34 Jahre alte Patient im geschlossenen Bereich der Klinik, in Haus 12, aufgenommen worden. „Bei der Aufnahme zeigte er sich noch entspannt und aufnahmewillig. Doch das änderte sich aufgrund seines Krankheitsbildes. Auf einmal ging von dem Patienten eine sehr große Aggressivität aus“, erklärte Thorsten Fechtner, Sprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Einsatz in LWL-Klinik: Patient bedroht Pflegekräfte

Der Mann habe sich in seinem Zimmer, das ihm bereits zugeteilt worden war, verbarrikadiert. Dort randalierte er, beschädigte laut Polizeiangaben unter anderem ein Bett und schmiss mit Gegenständen. „Er wirkte sehr ungesteuert und war verbal nicht erreichbar“, so Thorsten Fechtner. Neben der Randale in seinem Zimmer habe er die Mitarbeiter, die ihn beschwichtigen wollten, aufs Übelste beleidigt und ihnen gedroht.

Einsatz in LWL-Klinik: Feuerwehr unterstützt mit Werkzeug

Da an den Patienten seitens des Klinik-Personals kein Herankommen war, wurde die Polizei hinzugerufen. Die rückte mit einem großen Aufgebot an und forderte weitere Unterstützung an - von der Feuerwehr. „Die Feuerwehr wurde zur Amtshilfe für die Polizei alarmiert, um eine Tür zu öffnen. Die Feuerwehr stellte das technische Gerät zur Türöffnung zur Verfügung, musste aber selbst nicht tätig werden“, berichtete Feuerwehrsprecher Carsten Lehmann.

Als die Beamten der Polizei zum Patienten vorkamen, konnten sie ihn ruhigstellen, erklärte der LWL-Sprecher. „Dafür war ein massiver Einsatz nötig“, so Thorsten Fechtner. Verletzte gab es glücklicherweise nicht zu beklagen.

Einsatz in LWL-Klinik: Patient wird weiterhin beobachtet

Der Patient würde auch nach diesem Vorfall weiterhin in der LWL-Klinik in Warstein behandelt. „Er ist jetzt erst einmal ruhig und es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die Situation wird weiterhin beobachtet“, so der LWL-Sprecher. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach der Türöffnung gegen 3.15 Uhr beendet. Die Polizei rückte laut Polizeisprecher Rehbock um 5.44 Uhr wieder ein.

Erst am Vortag hatte es einen großen Polizeieinsatz in Warstein gegeben, an dem auch Spezialkräfte beteiligt waren.

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