LWL-Kliniken an bundesweiter Initiative für Hygiene beteiligt

„Keine Keime“ heißt die Kampagne zur Hygiene-Verbesserung, an der sich die LWL-Kliniken beteiligen.

WARSTEIN -   Die LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt und das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie (LWL-ZFP) Lippstadt engagieren sich im Kampf gegen multiresistente Erreger. Die drei Kliniken in Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) haben sich einer jetzt gestarteten, landesweiten Hygiene-Initiative von Krankenhäusern angeschlossen, um über antibiotikaresistente Krankheitserreger, Infektionsschutz und Hygiene aufzuklären.

Initiator dieser bundesweit einmaligen Informationsoffensive unter Schirmherrschaft der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), der Dachverband der 370 nordrhein-westfälischen Krankenhäuser.

Unter dem Motto „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger“ informieren mehr als 350 Kliniken ihre Patienten und Besucher mit ausliegenden Broschüren und Plakaten unter anderem über die Verbreitungswege von Keimen und das Desinfizieren der Hände. In einem Teil dieser Krankenhäuser wird zusätzlich eine Wanderausstellung zu sehen sein, die Krankheitskeime und deren Behandlung mit Antibiotika medizingeschichtlich einordnet.

„Hygiene ist ein zentraler Bestandteil von ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten sowie auch aller an der Patientenversorgung beteiligten Abteilungen. Damit auch die Patientinnen und Patienten ihren Teil dazu beitragen, die Übertragung von multiresistenten Erregern (MRE) zu verhindern, ist es wichtig, sie zu informieren und zu sensibilisieren“, erklärte der Ärztliche Direktor der beiden LWL-Kliniken, Dr. Josef Leßmann. Zusammen mit der gemeinsamen Hygienekommission der LWL-Kliniken und des LWL-ZFP stellten die Hygienefachkräfte Elisabeth Brandschwede und Walter Risse jetzt die Initiative in den Einrichtungen vor.

MRSA-Keime sind ein weltweites Problem

„Multiresistente Erreger sind ein weltweites Problem, dem sich auch das medizinische Versorgungssystem in Deutschland stellen muss“, betonten sie und verdeutlichten, dass die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sowie das LWL-ZFP diese Herausforderung annehmen: „Unsere geschulten Mitarbeiter nehmen diesen Kampf täglich mit großem Einsatz auf. Unsere Krankenhäuser unterliegen höchsten Hygienestandards und nehmen die Sorgen von verunsicherten Patienten sehr ernst“, so Petra Spiekermann, Pflegedienstleitung an den LWL-Kliniken, und Bernd Sternberg, Pflegedirektor des LWL-ZFP.

Dr. Barbara Quinke und Leif Pitzen als Hygienebeauftragte Ärzte ergänzten: „Zu unseren umfangreichen Schutzmechanismen gehören zum Beispiel regelmäßige Schulungen, Laboruntersuchungen, aber auch der Austausch im regionalen MRE-Netzwerk Kreis Soest. Wir arbeiten in diesem Netzwerk mit, um uns mit den Kollegen in anderen Häusern auszutauschen und um multiresistente Erreger unter Kontrolle zu halten.

Bei Krankenhaushygiene und Infektionsschutz wollen wir uns ständig verbessern.“ Die Hygienefachkräfte sehen unter anderem auch in der Qualifizierung von Hygienebeauftragten Personen in der Pflege ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal zur Verbesserung der Hygiene.

Viele Infos für die Öffentlichkeit

Die landesweite Initiative soll die Öffentlichkeit über die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge aufklären und auch Hinweise geben, wie Krankenhauspatienten und -besucher selbst zur Prävention beitragen können. Das Internetportal www.keine-keime.debündelt Informationen, Hintergründe und Neuigkeiten zu den Themen Krankenhaushygiene, Krankheitserreger, Antibiotikaresistenz und Infektionsschutz. Neben Interviews, Portraits und Terminhinweisen ist auf dem Portal auch ein Terminkalender zur Wanderausstellung zu finden. Im Verlauf der Initiative wird auf der Website zudem eine Online-Sprechstunde eingerichtet, in der Experten die Fragen von Patienten und Angehörigen beantworten.

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