Luchs ist wieder in seinem Gehege

Dieses Foto vom ausgebüxten Luchs schoss Ranger Jörg Pahl.

Warstein - Der aus dem Wildpark entlaufene Luchs ist wieder da. Am späten Sonntagnachmittag wurde er von Wildpark-Mitarbeiter Heinz Greifenstein mit einem Pfeil aus einem Blasrohr narkotisiert und dann in sein Gehege gebracht. Ein aufmerksamer Jäger hatte das Tier in der Nähe des Melkplätzchens entdeckt und Greifenstein benachrichtigt.

Zuvor hatte der Luchs die Mitarbeiter des Bilsteintalvereins aber auch Förster und Jäger in Atem gehalten. Am Wochenende hatte es mehrere Sichtungen gegeben – insbesondere im Bereich der Brauerei im Langenbachtal. Dabei traute sich das Tier sogar bis zur Brauerei-Pforte und ist dort auf den Überwachungskameras zu sehen.

Direkten Kontakt mit dem Tier hatte Waldrouten-Ranger Jörg Pahl, der am Freitag von einem Jogger angerufen wurde, der ein Stück gerissenes Rehwild entdeckt hatte. Jörg Pahl verständigte ebenfalls Heinz Greifenstein, der die Tiere aus dem täglichen Umgang genau kennt. Beide entdeckten den Luchs an der angegebenen Stelle. „Wir waren so nah, wir hätten mit einem Narkosegewehr schießen können“, berichtet gestern der Ranger. Allerdings ist dies nur Tierärzten mit einer speziellen Erlaubnis gestattet. 

Ein Blasrohr kam an diesem Tag noch nicht zum Einsatz. Stattdessen wurde eine Kastenfalle aufgestellt. Am Samstag entdeckten sie, dass der Luchs in der Tat an der mit Fleisch als Köder befüllten Falle war. Er habe offenbar daran gekratzt und gescharrt, aber sie sei ihm offenbar zu eng. In der Tat handelt es sich eigentlich um eine Waschbären-Falle, spezielle Luchs-Fallen werden in Warstein nicht vorgehalten. Sie gibt es im Harz und im Bayerischen Wald, wo Luchse in freier Wildbahn leben.

Mit Erstaunen aber durchaus auch mit Freude registrieren Ranger und Wildpark-Mitarbeiter, dass der Luchs Wild jagen kann, obwohl er dies nie gelernt hat, weil er ja im Wildpark geboren ist.

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