„We love Warstein“ stellte Vertretern von Gruppen und Vereinen die FH3-Ideen vor

„Es soll ein Ort für alle werden“

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Das „We love Warstein“-Team stellte am Mittwochabend in der Warsteiner Welt die Ideen rund um den „dritten Ort“ vor.

Warstein – Was die Köpfe von „We Love Warstein“ am Mittwochabend präsentierten, erinnerte stark an die ersten Schritte der Bewegung: Kreativ, innovativ, jung und aufregend. Nur, dass es in der Warsteiner Welt diesmal nicht um einen großen Frühschoppen auf dem Warsteiner Marktplatz ging, sondern um einen anderen Ort – einen sogenannten dritten Ort. „Eine Idee, die es so in dieser Region noch nicht gibt“, kündigte Frederik Cramer an.

Der erste Ort, das sei der Ort zum Leben, so Cramer. Ort zwei sei die Arbeit. Und ein dritter Ort? Das, was die „Warstein-Liebhaber“ in der Wästerstadt etablieren wollen? „Das ist ein Ort der Begegnung. Wo man zusammenkommt, Zeit verbringt, wo sich die Dimensionen aus Leben und Arbeit vermischen“, so Cramer. „Das ist das Projekt FH3.“ FH3, hergeleitet von der Adresse Franz-Hegemann-Straße 3, ehemals Piano-Bar beziehungsweise Maxx. Zurzeit kann und darf „We Love Warstein“ die Räume nicht nutzen. Die Immobilie steht zum Verkauf, man befinde sich in Verhandlungen, so Cramer. Ein Abschluss der Verhandlungen sei durchaus noch in diesem Jahr zu erwarten, zu Tendenzen äußerte er sich aber nicht: „Fakt ist, dass wir die Räume aktuell nicht nutzen können.“ Käme es zu einem Vertragsabschluss, versprächen die „We Love Warstein“-Pläne vieles. Viel Neues, Nützliches und auch Notwendiges. Im Dachgeschoss eine Drei-Zimmer-WG, im Obergeschoss ein Self-Service-Hostel. Eine Jugendherberge mit Selbstbedienung, digital, einfach und modern, mit Schlafsälen und Aufenthaltsräumen für externe Gäste. Denn, dass die Zahl der Gästebetten in Warstein zu gering ist, sei hinlänglich bekannt. Und im Erdgeschoss, der einstigen Kneipe könne ein Multifunktionsraum mit Möbeln, Arbeitsplätzen, Außengastronomie und einem Thekenbereich entstehen. „Das Herzstück des Hauses.“ Dort könnten dann Lesungen und kleine Konzerte, Versammlungen von Vereinen, Tagungen und Seminare, Feiern von Weinproben bis zu Geburtstagen stattfinden. „Oder zum Beispiel als externes Klassenzimmer des Warsteiner Gymnasiums, warum nicht?“, so Maximilian Spinnrath. Nachhilfebörsen, LAN-Partys, gemeinsames Tatort-Schauen am Sonntag oder ein Café-Betrieb. An erster Stelle stehe aber jetzt, Vereine, Akteure und Gruppierungen aller Art und Größe zu gewinnen. Spinnrath: „Wir wollen, dass die Idee eines solchen dritten Ortes ein Gewinn für die Vereine, aber auch für die Stadt und die Menschen wird. Wir wünschen uns, dass alle aktiv an dieser Gestaltung teilnehmen. Es soll ein Ort für alle werden.“ Das spätere Konzept werde stets am Bedarf der Bevölkerung ausgerichtet. „Die Hülle und Idee dieses Projektes FH3 muss jetzt mit Leben gefüllt werden“, so Cramer: „Das soll ein Raum werden, wo man gerne hingeht. Aber dafür brauchen wir die Warsteiner Akteure, die mitmachen, die Ideen haben.“ In den kommenden Wochen wollen die Akteure um Cramer, Spinnrath und Co. auf die Vereine zugehen, Netzwerke aufbauen, Ideen sammeln und begeistern. Infos gebe es bereits auf der Internetseite des Vereins: „Wir müssen die Leute an den Tisch bekommen. Dann kann jeder mitgestalten und einbringen, wie dieser dritte Ort für sich selbst zum Gewinn wird.“ Wichtig sei: Die Idee sterbe nicht, falls es zu keinem erfolgreichen Verhandlungsabschluss an der Franz-Hegemann-Straße 3 komme. „Wir haben auch andere Immobilien in der Innenstadt im Blick“, so Sascha Clasen. Die Idee des dritten Ortes sei vielseitig umsetzbar und nicht von einzelnen Adressen abhängig.

Ziel von „We Love Warstein“ ist jetzt, bis Februar 2020 eine Örtlichkeit in trockenen Tüchern zu haben, bis Mai 2020 dann mit öffentlichen Events und Ausstellungen zu starten, im Juni 2020 alles „hieb- und stichfest“ zu sehen. Dann könne vielleicht sogar eine feste Arbeitskraft in Ganz- oder Halbzeit eingestellt werden.

Zu Gast am Mittwochabend war Kristin Prondzinski. Die Eventmanagerin und gebürtige Berlinern zog vor zwei Jahren nach Warstein und arbeitet eng mit „We Love Warstein“ zusammen: „Warstein hat Bedarf und so ein dritter Ort wäre ein riesiger Gewinn für die Stadt. Und wenn man diesen Ort an den Bedarf der Menschen in der Region anpasst, profitieren alle davon.“

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