„Leuchtendes Bilsteintal“ wieder ein voller Erfolg

Kerzen, Laternen, Feuer und Taschenlampen

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Eine Höhle voller Kerzen: 1700 Teelichter zwischen Stalagmiten und Stalagtiten sorgten für ein besonderes Erlebnis in der Warsteiner Tropsteinhöhle.

Warstein – 1700 Teelichter zwischen Stalagmiten und Stalagtiten in der Tropfsteinhöhle, 50 Petroleum-Laternen an Zäunen und Wegen durch den Wildpark, fünf LED-Strahler vor dem Felsmassiv, ein großes Lagerfeuer – und dazu nach dem Aufreißen des Nachthimmels ein mystisches Mondlicht: Eine besondere Stimmung herrschte am Samstagabend im Wildpark in Warstein bei der inzwischen achten Auflage des „Leuchtenden Bilsteintals“, die wieder für einen Besucherandrang sorgte.

Voll war es ohnehin wieder im Bilsteintal in den letzten Tagen. Der Feiertag und der Brückentag sorgten – zum Teil auch dem schlechten Wetter zum Trotz – für regen Zustrom in Wildpark und Höhle sowie in der Waldwirtschaft. Und so war auch am Samstagnachmittag der zentrale Parkplatz schnell voll. Und das nicht nur mit Warsteiner Gästen, sondern „mit Kennzeichen aus allen Richtungen“, wie Bilsteintal-Vorsitzender Bernd Belecke beim Rundgang feststellte: „Bochum, Mettmann, Münster, Höxter, natürlich der Hochsauerlandkreis – viele sind von weither angereist.“

Zu den Besuchern im Bilsteintal gehörten am Samstag auch viele Familien mit jüngeren Kindern, wie Bernd Belecke feststellte: „Es ist eben auch eine schöne Sache für Familien, mit Taschenlampen los zu marschieren.“ Und so faszinierten nicht nur die vielen Kerzen in der Tropfsteinhöhle, sondern auch das große, prasselnde Lagerfeuer im Wildschweingehege, der beleuchtete Felsen und die Laternen und letztlich auch das Herumleuchten in der Dunkelheit im Tal. Und wer an diesem Abend besonderes Glück hatte, der entdeckte auch einen der vielen geschützten Feuersalamander – entweder im feuchten Tal oder auch in der Höhle. Und noch ein anderer Bewohner des Tals machte auf sich aufmerksam. Lautstark machte der Rothirsch mit seinen Brunftrufen auf sich aufmerksam, lockte so auch zahlreiche Besucher an.

"Leuchtendes Bilsteintal" im Wildpark Warstein

Der Bilsteintal-Verein sorgte natürlich auch wieder für das leibliche Wohl der an diesem Samstag knapp 1000 Höhlenbesucher und der weiteren Parkbesucher, bot unter anderem am Grillstand wieder die beliebte Wildschwein-Bratwurst und angesichts der einstelligen Abendtemperaturen Glühwein an. Auch in und an der vom Verein betriebenen Waldwirtschaft sorgten Kerzen für eine heimelige Atmosphäre. Auch dort war der Andrang groß, viele Gäste ließen so den Tag entspannt ausklingen.

Möglich machten ein gelungenes Event wieder viele Vereinsmitglieder und Freiwillige: „Ohne diese engagierten Helfer wäre so ein Event gar nicht möglich“, so Vorsitzender Bernd Belecke und richtete ein „herzliches Dankeschön“ an alle Mitwirkenden. Das waren in diesem Jahr relativ viele, insbesondere der Aufruf nach Helfern aus dem Verein für das Aufstellen und Anzünden der Teelichter in der Tropfsteinhöhle erfreute sich in diesem Jahr großer Resonanz: „Auch das ist schon ein kleines Event im Event.“

Für den Bilsteintal-Verein endet nach dem Frühlingsfest am 1. Mai, dem Abenteuertag am letzten Sommerferien-Sonntag und dem Leuchtenden Bilsteintal an diesem Wochenende der Reigen der Großveranstaltungen, kleinere sind aber bereits terminiert: So findet am Samstag, 26. Oktober, ein „Mediterraner Weinabend“ in Zusammenarbeit mit dem Weinhaus Wieskemper statt (Karten im Vorverkauf in der Waldwirtschaft und um Weinhaus Wieskemper). Am Samstag, 16. November, wird wieder zum „Orientalischen Dinner“ (Karten in der Waldwirtschaft) eingeladen, am Tag danach richten die Soroptimistinnen im großen Saal ihren Bücherbasar für den guten Zweck aus. In den Herbst- und Wintermonaten startet auch wieder der beliebte Winterzauber mit kurzweiliger Laternenwanderung, Höhlenbesuch mitsamt Spekulatius und Glühwein sowie auf Wunsch auch anschließendem Abendessen in der Waldwirtschaft. Und weil die Premiere in diesem Jahr so erfolgreich war, wird es in 2020 auch wieder zwei „Kriminal-Dinner“ in der Waldwirtschaft geben. Essen und Ermittlungen sind am Freitag, 17. Januar 2020, sowie am Samstag, 14. März 2020, möglich.

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