Kreisweiter Atemschutz: Warstein ist dabei

Die anspruchsvolle Technik und Wartung beim Atemschutz ist zukünftig auf Kreis-Ebene organisiert. - Archiv-Foto: Schröder

WARSTEIN - Die Stadt Warstein wird sich an der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Vorhaltung und Wartung von Atemschutzgeräten für die Brand-Einsätze beteiligten. Einstimmig votierte der Haupt- und Finanzausschuss gestern Abend für dieses Vorgehen. Bürgermeister Manfred Gödde wird beauftragt, eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zu unterzeichnen. Die Zustimmung des Rates am 10. Februar ist nur noch eine Formsache.

„Ich finde diese Initiative ausgesprochen gut“, lobte Gerd Flaig als SPD-Fraktionsvorsitzender. Mit Blick auf die zunehmende Spezialisierung bei der Feuerwehr sei dies sinnvoll. „Auf lange Sicht ist dies der richtige Weg, auch wenn es zunächst etwas kostet“, so Flaig. Dem schloss sich Jochen Köster als BG-Fraktionsvorsitzender an und zeigte sich zuversichtlich, dass sich damit das Niveau der Versorgung hebe.

 Von den 263 Feuerwehrleuten im Stadtgebiet Warstein sind 111 Atemschutzgeräteträger, kreisweit sind es von 3500 rund 1200. Erweiterte Hygienevorschriften, DIN-Normen und Feuerwehr-Dienstvorschriften verlangen bei Atemschutzgeräten aufwändige Prüf-, Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten. Hinzu kommen umfangreiche Dokumentationspflichten, mit denen die Atemschutzgerätewarte vor Ort teilweise überlastet sind. Wehrführer und Gerätewarte sind zudem bei Verstößen gegen die Dienstvorschriften einem hohen persönlichen Haftungsrisiko ausgesetzt.

Kreisweit werden für den Verbund, der am 1. Oktober startet, 1000 neue und einheitliche Atemschutzgeräte beschafft. Konkreter Vorteil für Warstein: Bei der Planung der Gerätehäuser-Neubauten in Warstein und Belecke kann auf eine Atemschutzwerkstatt mit geschätzten Kosten von rund 100 000 Euro verzichtet werden.

Warum ausgerechnet Werl sich als einzige Kommune nicht beteilige, so eine Nachfrage aus dem Ausschuss. Werl habe in den vergangenen Jahren erheblich in neue Technik investiert, während sich alle anderen Kommunen vorsorglich zurück gehalten hätten, erklärte Stadtbrandinspektor Michael Döben. - gr

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