Reaktion auf steigende Corona-Zahlen

Krankenhaus „Maria Hilf“ in Warstein prüft Anschaffung von Schnelltests

Am Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf wird die Anschaffung von Corona-Schnelltests geprüft.
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Am Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf wird die Anschaffung von Corona-Schnelltests geprüft.

Am Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf wird über die Anschaffung von Corona-Schnelltests nachgedacht.

Warstein – Die Geschäftsführung des Krankenhauses Maria Hilf überlegt derzeit, Schnelltests für Patienten bei Verdacht auf eine Corona-Infektion anzuschaffen. „Es gibt inzwischen Schnelltests mit einer hohen Sensitivität und Spezifität, die früh für Sicherheit im Verdachtsfall sorgen“, sagte Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner.

Noch würden einige Informationen gesammelt, aber wenn das Maria Hilf die Schnelltests anbiete, dann werde es nach jetzigem Stand auch die Kosten tragen. Wobei es Überlegungen gibt, ob die Krankenkassen oder Bund und Länder die Kosten tragen. Denn dort würde darüber nachgedacht, ob Testverfahren in Krankenhäusern und Pflegeheimen grundsätzlich eingeführt werden sollten.

Die Situation spitzt sich gerade wieder zu, wenn auch nicht unbedingt in Warstein. Die sogenannte Hygienesitzung im Maria Hilf habe aber immer Bestand gehabt, weil es Sinn mache, immer neue Überlegungen anzustellen: „Wir sind im ständigen Austausch mit den anderen Krankenhäusern im Kreis Soest, um zu erfahren, wie dort mit der Situation umgegangen wird. Man kann immer voneinander lernen.“

Wenn sich die Lage wieder zuspitze, müsse auch das Besuchsrecht wieder geändert werden: „Aber soweit sind wir aktuelle nicht.“ Die Isolierstation mit acht bis zehn Betten werde ständig vorgehalten, und in verschiedenen Fällen sei sie auch bei Corona-Verdacht genutzt worden, denn die Anzeichen für eine Erkrankung seien völlig unterschiedlich. Ein Schnelltest würde auch gleich zur Entscheidung führen, ob die getestete Person auf die normale Station oder in die Isolation komme.

„Wir müssen in vielen Bereichen schnell reagieren, auch beim Personaleinsatz. Es ist insgesamt immer noch eine herausfordernde Geschichte, der wir mit Respekt begegnen müssen. Allerdings nicht mit Panik“, sagte Klaus Wohlmeiner.

Drei Hochzeitsfeiern bei der Stadt angemeldet

Drei Hochzeitsfeiern mit mehr als 50 Personen wurden beim Ordnungsamt der Stadt Warstein angemeldet, seitdem diese Obergrenze für die Informationspflicht festgelegt wurde. Angesichts der steigenden Erkrankungsfälle in unterschiedlichen Städten und Regionen in der Bundesrepublik werden bei der Stadtverwaltung aber noch keine besonderen Maßnahmen ergriffen, sagte Ordnungsamtsleiterin Roswitha Wrede: „Das wird ad hoc entschieden, sobald die Situation es erfordert“.

Nie aufgehört habe die Arbeit des Stabes Außergewöhnliche Ereignisse (SAE), der in der Hochphase der Corona-Pandemie im Frühjahr täglich getagt habe. Nach dem Abflauen gebe es mittwochs um 16 Uhr eine wöchentliche Telefonkonferenz. „Wir sind alle im Stand by-Modus, um auf neue Lagen entsprechend zu reagieren.“

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