Zusammenarbeit bei Bahnverladung

Warsteiner Brauerei und Hamburger Hafen erfolgreich

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Ulrich Brendel schilderte die erfolgreiche Kooperation aus Sicht der Warsteiner Brauerei.

Warstein. Der Hamburger Hafen hat einen Anleger in Warstein – und dessen Umsätze entwickeln sich rasant. Das zeigte eine zweite Informationsveranstaltung in der Warsteiner Welt in dieser Woche, zu der das Marketing des „Port of Hamburg“ eingeladen hatte.

Über 90 Vertreter von gut 40 namhaften Unternehmen aus der Region sowie Ministerialdirektorin Karin Paulsmeyer aus dem NRW-Ministerium für Verkehr und Lutz Birke als Leiter des Amtes Hafen und Innovation der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg waren zu einer „sehr schönen, tollen Veranstaltung“ zusammengetroffen, wie Volker Hahn aus dem Hafen-Marketing es zusammenfasste. Warum Warstein? „Weil wir hier vor etwa zwei Jahren eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung hatten“, so Hahn. Damals war auch der amtierende Landesverkehrsminister Michael Groschek gekommen, um das Projekt „Hamburg/NRW“ anzustoßen. Es wurde wegen der positiven Entwicklung erst im Frühjahr dieses Jahres um eine zweite Phase bis Ende 2019 verlängert.

Das Hamburger Hafenmanagement und das Landesverkehrsministerium NRW haben damit den erfolgreichen Versuch unternommen, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren: Vom Hafen Hamburg aus nach der Ankunft der Containerschiffe in Richtung Süden, und aus umgekehrter Richtung zur Weiterverteilung in alle Welt. Um dafür zu werben, hatte sich das Containerterminal der Warsteiner Brauerei angeboten als ein „Ankerplatz“ neben Terminals in Minden, Dortmund, Bönen und neuerdings auch Köln und Bremerhaven. Ergebnis für den Standort Warstein: Hier konnte der Warenumschlag in den beiden vergangenen Jahren um 40 Prozent gesteigert werden, während das Plus bei den anderen Terminals bei 10 bis 15 Prozent lag. Laut Volker Hahn sei dies „ein sehr positives Zeichen für die Entlastung der Straßen“. Hahn: „Warstein setzte aber allem die Krone auf.“ Es bedeutete, dass die Zahl der Güterzüge, die Warstein verlassen, inzwischen bei bis zu drei pro Woche liegt; wobei zwei Hamburg zum Ziel haben, der dritte Bremerhaven. Unterschieden wird zwischen Zügen mit 40 bis 50 großen 40-Fuß-Containern, und 80 bis 100 20-Fuß-Containern. „Jeder Zug entspricht etwa 40 bis 50 Lkw-Ladungen“, so Volker Hahn. Neben Lutz Birke aus Hamburg und Karin Paulsmeyer aus Düsseldorf traten Warsteiner-Geschäftsführer Technik Peter Himmelsbach und Hafen-Hamburg-Marketing-Vorstand Axel Mattern an das Rednerpult. Über die Entstehung des Warsteiner Terminals im Jahr 2005 und seine Entwicklung seither unterrichtete Ulrich Brendel, Technischer Direktor der Warsteiner Brauerei, die Teilnehmer aus Produktionsbetrieben und Logistikunternehmen, die vom Wechsel des Transports von der Straße auf die Schiene und Wasserwege überzeugt werden sollten.

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