Drohender Einsturz soll verhindert werden

Klostermauer-Baggern mit ganz viel Fingerspitzengefühl

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Jede Bewegung von Bagger und Mensch will genau überlegt und mit Fingerspitzengefühl ausgeführt werden.

Sichtigvor - Dass Abbrucharbeiten brisant sein können, weiß Josef Sunko aus jahrzehntelanger Erfahrung. Erst recht, wenn die Gebäude – wie in der vergangenen Woche in Warstein – direkt an viel befahrenen Straßen stehen. Gestern hatte es der versierte Bauunternehmer aber mit einem besonders ausgefallenen Auftrag zu tun, der extremes Fingerspitzengefühl fordert: die einsturzgefährdete Sichtigvorer Klostermauer.

Seit Monaten bereitet die mächtige Natursteinmauer, die das Klostergelände zur einen Hälfte umgibt, den Sichtigvorer Bürgern große Sorgen – und inzwischen aus Gründen der Verkehrssicherheit sowie des Denkmalschutzes auch der Stadtverwaltung. Direkt an der Möhnestraße ist ein Riss entstanden, der immer größer wird. Seit Wochen ist dieser Bereich, der nur wenige Meter von der Fahrbahn der B 516 entfernt ist, mit einem Bauzaun abgesperrt.

Der dringende Handlungsbedarf sorgte am Dienstag für das Aufstellen zweier großer Baucontainer, die von unten über eine Holzkonstruktion gegen die Mauer drücken. Mit dem großen Bagger rückte Josef Sunko dann von oben den Erdmassen zu Leibe. Dabei musste Millimeterarbeit geleistet werden. Schon beim Touchieren der Mauer mit der Baggerschaufel drohte der Einsturz. So musste ein Mitarbeiter mit der Schüppe die Feinarbeiten machen, bis das Erdreich schließlich in einer Höhe von sechs Metern ab Mauer-Oberkante entfernt war. Nach dem Freilegen kam Statiker Laurentius Luttermann zum Zuge. Gut sichtbar ist der Versatz der Mauer. Mit Hilfe von Beton soll an dieser Stelle neue Festigkeit geschaffen werden.

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