Klinikmagazin der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein feiert 20-jähriges Bestehen

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Susanne Mester, Bernd Schrewe und Jürgen Mues (AgenturMues + Schrewe) Dr. Josef Leßmann, ehemaliger ärztlicher Direktor LWL-Kliniken, sein Nachfolger Dr. Volkmar Sippel und die Öffentlichkeitsbeauftragte Eva Brinkmann (v.l.) präsentieren alle 20 Ausgaben des „Klinikmagazins“.

Warstein -  Ein „Sprachrohr für die Psychiatrie und Psychotherapie“ zu entwickeln war im Jahr 1998 für Dr. Josef Leßmann, damals leitender Arzt, Anlass, das „Klinikmagazin“ ins Leben zu rufen. In diesem Jahr feiert es sein 20. Jubiläum.

Erfreut zeigte sich Dr. Josef Leßmann bei der Vorstellung des 20. „Klinikmagazins“, dass neben ihm selbst Bernd Schrewe von der Agentur Mues+Schrewe als weiterer „Gründungsvater“ anwesend war. Dr. Leßmann, lange Jahre ärztlicher Direktor, zählt zu den Motoren des Magazins, dessen Idee er gemeinsam mit Ulrich Fobbe und Friedel Harnacke – inzwischen beide pensionierte Klinik-Mitarbeiter – entwickelte. Die Agentur Mues + Schrewe stand dabei mit Rat und Tat zur Seite, die Konzeption und das Layout des 48 Seiten umfassenden Magazins zu gestalten.

An die Absicht, ein derartiges Magazin ins Leben zu rufen, erinnerte sich Dr. Josef Leßmann detailliert: „Wir spürten die Notwendigkeit, an Hürden und Tabus zu rütteln, öffentlich aufzuklären, dass die Psychiatrie eine ebenbürtige medizinisch-wissenschaftliche Disziplin ist und sich nicht hinter der Körpermedizin verstecken muss.“ Die Themen rund um die Psychiatrie sollten also aus der „Schmuddelecke“ geholt werden. Ein Indiz dafür sei, dass in der 20-jährigen Geschichte des Magazins ein hoher Anteil an psychischen Erkrankungen durch gesellschaftliche Entwicklungen festgestellt wurden oder – durch Beiträge im Magazin und den Medien – erst an die Oberfläche getreten sind.

Leitende Ärzte und Pflegekräfte aus mittlerweile sechs Abteilungen berichteten „aus erster Hand“ von ihrer Arbeit. Die Vorstellung spezieller Behandlungsverfahren erlaubte dabei Einblicke hinter die Kulissen der psychiatrischen Klinik.

Bernd Schrewe erläuterte, jedes Jahr ein „qualitativ hochwertiges“ Produkt herzustellen, dass „anspruchsvoller als die Bücher vom Band“ seien. Jedes Jahr im Frühjahr, ungefähr im April, erscheine eine neue Ausgabe, die eine einjährige Laufzeit bis zur nächsten Ausgabe habe. „Das Klinikmagazin liegt lange aus, anders als zum Beispiel eine Karnevalszeitung, sodass viele Menschen erreicht werden können. Es eignet sich gut, gerade in Wartezimmern durchzublättern“, beschreibt Schrewe. Dr. Leßmann unterstrich, dass ohne die Beteiligung der Werbetreibenden die Produktion nicht möglich sei.

Die inhaltlichen Schwerpunkt sind dabei stets gesellschaftliche Themen, die Dr. Josef Leßmann im Laufe eines Jahres sammelt und in die Redaktionskonferenz einfließen lässt. Die Beiträge werden von Chefärzten und leitendem Personal der Kliniken beigesteuert, die Dr. Leßmann prüft und abändert. Es sei wichtig, fachlich-komplexe Themen in einfacher Sprache ansprechend zu vermitteln. Eva Brinkmann, Öffentlichkeitsbeauftragte der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, bearbeitet die Beiträge abschließend, gemeinsam mit der Agentur Mues + Schrewe; danach wird das Heft in Produktion gegeben.

Thema der aktuellen Ausgabe ist beispielsweise „Mitgefühl und Intuition“, wozu Prof. Dr. Georg Juckel des Universitätsklinikums Bochum einen Gastbeitrag hinzu gesteuert hat. Thema der nächsten Ausgabe ist „Migration mit Psychatrie“, auf das Dr. Volkmar Sippel, Ärtzlicher Direktor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, näher eingehen wird.

Positive Nebeneffekte haben sich durch die Herausgabe des Klinikmagazins ergeben: Zum Beispiel seien Schulen, Krankenkassen und Gerichte an die Klinik herangetreten, um Anfragen zu Informationsveranstaltungen zu stellen. Die Institute haben also gleichzeitig wie „Multiplikatoren“ agiert, die behandelte Themen weiter verbreiteten.

„Wir wollen weiterhin das Klinikmagazin produzieren“, erklärte Dr. Volkmar Sippel. Und: „Solange ich noch da bin, möchte ich weiterhin meinen Beitrag dazu leisten“, bekräftigte Dr. Josef Leßmann.

Das Magazin gibt es nicht nur in den Stationen der psychatrischen Klinik, auch in Arztpraxen, Apotheken, Banken, Krankenkassen und im Bürgercenter in Warstein. Ebenso kann es kostenlos unter presse@lwl-klinik-lippstadt.de oder presse@lwl-klinik-warstein.de bestellt oder unter www.lwl-kurzlink.de/klinikmagazin heruntergeladen werden.

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