Kinofilm „Nebel im August“ auf dem Weg zu internationalem Publikum

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Robert Domes (Mitte vorn) freute sich, so viele begeisterte Komparsen in der Waldwirtschaft zu treffen.

Warstein - Der im Frühjahr in Warstein mit Starbesetzung gedrehte Kinofilm „Nebel im August“ ist auf dem Weg, ein großes und vermutlich sogar internationales Publikum zu bekommen.

Das verkündete jetzt Buchautor Robert Domes, als er im Rahmen seines vom Anzeiger initiierten Lesung-Besuches im Stadtgebiet auch mit einer großen Zahl von Komparsen des Films zusammentraf. In der „Waldwirtschaft“ im Bilsteintal war von Heike Feldhege und Rafaela Volpert spontan ein Treffen organisiert worden.

„Uli Limmer, der Produzent, hat mich angerufen und hat mir gesagt, ich solle mir einen Smoking besorgen“, schilderte Robert Domes den Jungen und Mädchen sowie Männern und Frauen, die erstmals nach dem für die meisten spektakulären Film-Erlebnis wieder in größerer Runde zusammen trafen.

So stand auch der gemeinsame Austausch von Erinnerungen zunächst im Mittelpunkt des Treffens. Viele hatten Fotos, Bilder oder sogar kleine Filme auf dem Smartphone mitgebracht und ließen die anderen daran teilhaben. 180 Komparsen waren nach einem Casting mit fast 1000 Bewerbern auf dem Klinikgelände am Ende zum Zuge gekommen. Viele waren über mehrere Tage oder sogar Wochen im Einsatz, einige wenige durften am Ende sogar mit nach Österreich fahren, wo die Außenaufnahmen zum Film gemacht wurden.

Die gesamten Innenaufnahmen indes fanden zum allergrößten Teil im Kloster Mülheim statt, eine Woche lang wurde zudem im alten Wäschereigebäude auf dem LWL-Gelände gedreht.

An die Drehtage, die Kontakte mit den Stars wie Sebastian Koch, Fritzi Haberland und David Bennent aber vor allem auch an die Zusammenarbeit mit Regisseur Kai Wessels haben, der auch den ZDF-Mehrteiler „Die Flucht“ sowie die Hildegard-Knef-Biographie „Hilde“ drehte, haben die Komparsen die besten Erinnerungen. Robert Domes zeigte sich besonders beeindruckt vom warmherzigen Umgang Kai Wessels mit den Komparsen, unter denen es auch zahlreiche Behinderte gab. Kai Wessel aber auch die anderen Stars hätten keinerlei Allüren an den Tag gelegt, sondern seien den Komparsen auf Augenhöhe begenet. Auch emotional habe es eine sehr schöne Atmosphäre gegeben. Das sei umso wichtiger gewesen, als das Thema „Euthanasie“ sowohl für die Profis als auch für die Nichtprofis kein Leichtes gewesen sei. Selbst wenn es nur Fiktion gewesen sei, so seien die Beteiligten dem Sterben und Morden im Film oft nahe gekommen.

Robert Domes berichtete, dass er vom Film bereits eine erste, etwa zweistündige Rohfassung gesehen habe. Er sei sehr bewegt gewesen und habe dies auch bei den anderen Beteiligten beobachtet. „Der Film ist grandios“, so sein Urteil. „Es ist großes Kino, ja ganz großes Kino“, ist er überzeugt. Ihm sei signalisiert worden, dass große Chancen bestehen, dass der Film im Mai in Cannes gezeigt werde. Dann gäbe es vermutlich einen Kinostart im Sommer. Dass der Film sich bereits auf Nominierungslisten für Filmpreise befindet, wusste Domes ebenfalls. Sein Tipp an die Komparsen: „Besorgt euch schon mal Autogrammkarten!“

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