Kein Platz für Diskriminierung und Rassismus in Warstein

Dr. Thomas Schöne und Wolfgang Werth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Arnsberg, bei der Anbringung des neuen Schildes.
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Dr. Thomas Schöne und Wolfgang Werth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Arnsberg, bei der Anbringung des neuen Schildes.

Warstein -  „Respekt! Kein Platz für Rassismus.“ Dieser Schriftzug hängt seit gestern neben der Rathaustür: Mit einer gemeinsamen Aktion der Stadt Warstein und der IG Metall soll ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. Das Motto der bundesweiten Schilderaktion solle die Botschaft „Respekt“ an möglichst vielen Orten sichtbar machen. Die IG Metall hat die Aktion in Betriebe und Verwaltungen getragen und stellt allen interessierten Unternehmen entsprechende Schilder zur Verfügung.

Die Stadt Warstein ist nun mit auf den Zug aufgesprungen. Es wurde bewusst ein besonderer Tag für die Aktion gesucht, gestern sollte der 27. Januar, der Holocaust-Gedenktag, die Botschaft verdeutlichen: „Wenn wir gerade diesen Tag wählen, um auf eine derartige Aktion hinzuweisen und die Bevölkerung aufmerksam zu machen, gedenken wir auch den Opfern des Holocaust und halten die Erinnerung an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wach“, verdeutlichte Bürgermeister Dr. Thomas Schöne. Warstein habe sein eigenes dunkles Kapitel in Form der Euthanasie miterlebt, das man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen müsse: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“, verkündete demzufolge Dr. Thomas Schöne.

Des Weiteren solle die Aktion auf die Thematik der Geflüchteten hinweisen, von denen Warstein eine große Anzahl aufgenommen habe. Gerade gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz jedweder Art setze sich die Stadt Warstein ein und verdeutliche in Form des neuen Schildes, Flagge zu zeigen und Stellung zu beziehen. Seitens der Stadt waren deshalb Bärbel Enste, ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuerin, sowie die Fraktionsvorsitzenden als Vertreter des Rates eingeladen. Ihre Präsenz solle verbildlichen, dass Verwaltung und Politik geschlossen hinter der Aktion stehen.

Zudem waren die Betriebsratsvorsitzenden Ditmar Kruse (Jungeblodt), Peter Lohren (Siepmann) sowie Michael Schöpe und Mirodrag Sitnikov (AEG PSS) vor Ort. Wolfgang Werth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Arnsberg, sagte zur Anbringung des Schildes: „Die heutige Aktion passt zu den Werten der IG Metall, die für eine Kultur der Solidarität steht. Rassismus bewirkt das Gegenteil von Solidarität und treibt die Menschen auseinander. Respekt hingegen ist die Grundvoraussetzung für eine Kultur des Miteinanders und steht somit für ein gutes Betriebsklima in den Betrieben und Verwaltungen.“ Wolfgang Werth würde sich freuen, wenn die Schilder an vielen Werkstoren in Warstein zu sehen seien.

Um die Flüchtlingsarbeit in Warstein zu unterstützen, kommen von der IG Metall 1600 Euro der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Warstein zugute. „Die Spende dient zur Qualifizierung und Arbeit der Flüchtlinge“, beschreibt Wolfgang Werth das Ziel der Unterstützung.

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