Klassenräume und Flure mit LED-Leuchten ausgestattet

Johannesschule Allagen fit für digitale Zukunft

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Schulleiterin Jutta Wennemann, Thomas Roth aus der Immobilienabteilung und Hausmeister Michael Bienert (rechts) sind mit der neuen Beleuchtung sehr zufrieden.

Allagen – Wort gehalten hat Thorsten Roth aus der Abteilung für Immobilien und Wirtschaftsförderung in der Warsteiner Bauverwaltung, als er im Juli 2018 versprach: „2019 ist hier alles picobello!“ Er meinte die Johannes-Grundschule in Allagen, in der die Arbeiten im Untergeschoss des Altbaus vorbereitet wurden. In diesen Tagen ist tatsächlich alles wieder in Ordnung, und die Kinder können wieder auseinander rücken. In zwei Bauabschnitten wurden ab September 2018 und in den letzten Wochen seit Februar sechs Klassenräume modernisiert, jeweils während des laufenden Unterrichts. Das ging durch die Kooperation der Schule, in der Beeinträchtigungen in Kauf genommen wurden; „Man muss die Möglichkeiten sehen, nicht nur die Schwierigkeiten“, meinte Schulleiterin Jutta Wennemann.

„Endlich haben wir mehr als zwei Steckdosen pro Klasse“, kommentierte sie einen kleinen, wenn auch nicht unwesentlichen Teilaspekt der Gesamtmaßnahme. Wesentlicher war aber die Erneuerung der Decken in allen Klassenräumen und in den davor liegenden Fluren. Nach gut 50 Jahren war der Austausch der alten durch neue, schalldämpfende Platten dringend nötig, und das geschaht in einem Rutsch mit einer Verbesserung der Beleuchtung: In die neuen Platten sind LED-Leuchten eingelassen. Sie werden durch sogenannte Präsenzmelder gesteuert, das heißt, sobald eine Bewegung registriert wird, schaltet sich das Licht automatisch ein. Ebenso erlischt es, wenn keine Bewegung registriert wird. „Man kann nicht mehr vergessen, es auszuschalten, weil das von allein passiert“, sagte Thorsten Roth. Auch die geforderte Lichtstärke von 350 Lux am Arbeitsplatz regelt sich automatisch: Je nach Stärke des Sonnenlichts werden die Leuchtplatten gedimmt. „Die Stadt spart gut 50 Prozent der bisherigen Kosten für diesen Bereich“, schätzt der Verwaltungsmitarbeiter.

Mit der Neuverkabelung und Modernisierung wurden die Vorbereitung für die Digitalisierung der Klassenräume getroffen. „Für den Einsatz von Tablets im Unterricht sind wir durch die Neuelektrifizierung jetzt sehr gut vorbereitet“, sagt Schulleiterin Jutta Wennemann. Die volle Nutzung wird möglich, wenn die Schule auch an das Breitbandnetz angeschlossen wird, das in Allagen verlegt wurde.

Ergänzt werden die neuen Unterrichtsmöglichkeiten zukünftig noch durch Beamer, für die ebenfalls die Vorbereitungsarbeiten erledigt wurden und die im nächsten Jahr kommen sollen.

Die zeitlich voneinander getrennten Modernisierungen von Ober- und Untergeschoss waren mit jeweils 55 000 Euro veranschlagt. An der Investition der Stadt Warstein beteiligte sich das Forschungszentrum Jülich als Projektträger des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit einem Zuschuss in Höhe von 7 305 Euro, mit denen die Nutzung der LED-Leuchten wegen der Energieersparnis belohnt wurde.

Verbunden mit der technischen Verbesserung waren die Vorbereitungen für die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes, das einen zweiten Fluchtweg vorschreibt. Aus dem Erdgeschoss und aus dem Obergeschoss des Altbaus wird eine Stahltreppenkonstruktion zum Hof hinabgeführt. Der Einbau der Treppe folgt in diesem Jahr, die Investitionskosten in Höhe von ca. 70 000 Euro muss die Stadt alleine tragen.

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