Jobroadshow für Wiedereinsteigerinnen

Premiere in Warstein: "Das Konzept an sich funktioniert"

Warstein - Zur "Jobroadshow für Wiedereinsteigerinnen" hatte jetzt Silvia Lettmann, neue Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Warstein, in den Sitzungssaal im Rathaus eingeladen.

So ganz genau wusste Silvia Lettmann  was sie bei der „Jobroadshow für Wiedereinsteigerinnen“ erwartete, denn: „Es ist ja schwer vorauszusagen, wie viele kommen.“ 

Doch schon nach einer guten halben Stunde zog sie eine erste positive Bilanz der in Zusammenarbeit mit dem Landesinitiative „Netzwerk W“ organisierten Veranstaltung: „Ich bin zufrieden mit dem Besuch.“ 

Über den Anzeiger, Soziale Medien und Plakataushänge in Kindergärten hatte Silvia Lettmann Werbung für die Jobroadshow gemacht – es war die zweite von fünf im Kreis Soest. Das Ziel: „Wir wollen Frauen begleiten beim Weg zurück in die Arbeit.“ Und: „Es ist wichtig, viele gute Gespräche zu führen.“ 

Da Arbeitsagentur und Jobcenter zunehmen Probleme hätten, die Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen zu erreichen, habe man dieses „ganz, ganz neue Konzept“, entwickelt, berichtete Daniela Franken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lippstadt. „Wir haben überlegt: Wie kriegen wir kurze Wege hin für die Frauen?“ 

Diese „kurzen Wege“ zu geballten Informationsmöglichkeiten wurden im Sitzungssaal geboten durch Organisationen wie Volkshochschule, INI, Jobcenter oder Industrie- und Handelskammer. Hier gab es Beratung über Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, berufliche Neuorientierung oder Elternzeit und -geld, aber auch die Gelegenheit eines Bewerbungsmappencheck.

Sieben ausgeloste Besucherinnen kamen zusätzlich zu den Informationen in den Genuss eines Fotoshootings für Bewerbungsfotos, das direkt im Sitzungssaal stattfand. 

Im Gegensatz zur Auftaktveranstaltung in Lippstadt waren in Warstein gestern mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Firma KTK aus Belecke, die sich auf die Sanierung von Wohn-, Geschäfts-, Büro- und Parkhäusern sowie Industriebauten spezialisiert hat, auch zwei Unternehmen auf konkreter Fachkräfte-Suche vertreten. 

„Auf dem klassischen Weg gibt es kaum noch Resonanz“, beschreibt KTK-Geschäftsführer Ralf Mahlich die Schwierigkeit bei der Personalsuche – im konkreten Fall nach einer Baukauffrau für den Bereich Parkhaussanierung. Durch die Jobroadshow erhoffte er sich Kontakte auf „der persönlichen Ebene mit direkten Gesprächen“. 

„Immer auf der Suche“ nach Mitarbeitern ist das Deutsche Rote Kreuz – speziell in der Pflege und im Sozialen Dienst, berichtet Michaela Müller, Wohnbereichsleitung des DRK-Seniorenzentrums in Warstein. Erste Interessentinnen meldeten sich schnell bei ihr. Zum besseren Kennenlernen „bieten wir auch ein- oder zweiwöchige Praktika an“, erklärt Michaela Müller, für die es aber auch wichtig ist, „dass wir uns auch mal vor Ort präsentieren“. 

Silvia Lettmann und Daniela Franken waren sich schon während der Veranstaltung einig: „Das ist ein guter Ansatz, die Zielgruppe zu erreichen. Das Konzept an sich funktioniert.“

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