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Hochwasseralarm um 15.15 Uhr – Sandsäcke befüllt

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In Hirschberg werden Sandsäcke befüllt.

WARSTEIN ▪ Dauerregen seit Mittwochabend ließ die Pegelstände an Wäster und Möhne deutlich ansteigen und führte zu einem erneuten Hochwasser in der Stadt Warstein. „Ich beobachte es mit Sorge“, erklärte Ordnungsamtsleiter Willi Dicke mittags mit Blick auf die Daten der Messstellen in Warstein und Belecke.

Währenddessen war Feuerwehrchef Michael Döben bereits unterwegs, um kritische Stellen zu begutachten. Mittags erreichte der Pegel in Belecke bereits die Zwei-Meter-Marke – mit weiter steigender Tendenz von gut fünf Zentimetern in der Stunde...

Angelika Krüger, Leiterin der Stadtbücherei in Stütings Mühle, nahm das rasant steigende Wasser gestern Mittag wieder mit routinierter Gelassenheit. „Wir haben immer noch kein Gummiboot“, scherzte sie. Daher müssen Büchereibesucher wieder über den Hintereingang zur Buchausleihe kommen, solange das Wästerwasser den Vorplatz in einen See verwandelt.

Zuletzt war die Wäster am Sonntag über den Schotterplatz geflossen, gestern war der Wasserstand noch höher. Und die relativ schnell steigenden Fluten überraschten auch die Bücherei-Chefin: Als sie die geleerte Mülltonne wieder hinters Haus stellen wollte, konnte sie dem im Wästerwasser dümpelnden Plastikbehälter nur noch hinterherschauen.

Schon in der letzten Woche hatte die Stadt Warstein auf die Warnungen nach dem einsetzenden Tauwetter und dem vorhergesagten Hochwasser reagiert: Vom städtischen Betriebshof waren Paletten mit Sandsäcken an den Feuerwehrgerätehäusern deponiert worden. Weitere, allerdings leere Säcke, wurden im Bauhof eingelagert – mitsamt Füllmaterial. „Wir können innerhalb kürzester Zeit weitere Säcke befüllen“, so Willi Dicke.

Gegen 14 Uhr war dann nicht nur der tieferliegende Belecker Rasensportplatz überflutet, sondern auch der Ascheplatz. Der war bereits beim letzten Hochwasser erheblich beschädigt worden und war seitdem unbespielbar. Anlieger des Wohngebietes Unterm Haane beäugten argwöhnisch den steigenden Pegel sowie die Wassermassen. Mit Sandsäcken, beim letzten Hochwasser 2010 gehortet, wurden die Schutzmaßnahmen eingeleitet.

Die erste Alarmierung für die Feuerwehr erfolgte gegen 15.15 Uhr: „Hochwassereinsatz“ lautete das Stichwort für die Löschgruppe Hirschberg in der Bache. Auch hier galt es, Sandsäcke für den Fall der Fälle zu befüllen. Der Bauhof rückte mit einer ganzen Lkw-Ladung an, die an den besonders neuralgischen Punkten verteilt worden.

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