Hirschberger Musikanten begeisterten Zuhörer

Dem Egerland ganz nah

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Hirschberg – Das Egerland liegt einige Kilometer von der Hirschberger Schützenhalle entfernt. Die Egerländer Musik war dem Ort am Sonntagnachmittag aber trotzdem ganz nah. Der Egerländer Nachmittag, seit 2002 fester Bestandteil des Hirschberger Musikkalenders, füllte wieder einmal die Reihen der Schützenhalle im Bergdorf.

Dabei hatten die Hirschberger Musikanten in der Vorbereitungszeit prominente Unterstützung erhalten: Niemand geringeres als Ernst Hutter, Dirigent der gleichnamigen Musikkapelle und Nachfolger von Polka-Legende Ernst Mosch, hatte die Hirschberger Musikkappelle im Rahmen eines Probewochenendes besucht. Beim einfachen Besuch war es aber selbstredend nicht geblieben, hatte Hutter den Musikern auch praktische Tipps und Hinweise mit auf den Weg gegeben.

Moderator Wilfried Hirnstein nannte Hutter am Sonntag einen „sympathischen Musikkollegen“, der die Probenarbeit „auf den Punkt“ gebracht habe, und auch Hutter selbst meldete sich am Sonntagnachmittag mit einer kurzen Videobotschaft zu Wort. Viele der Hirschberger Musiker seien überrascht gewesen, von ihm doch ein wenig „gestriezt“ worden zu sein, Hutter bescheinigte allen Musikern aber viel Enthusiasmus und Herz: „Ich durfte bei meinem Besuch bei euch erfahren, wie viel Liebe dieser Musikverein für die Musik trägt.“

Und diese präsentierten die Hirschberger in einem rund dreistündigen musikalischen Programm, eingeleitet mit der Polka „Musikantenleben“, gefolgt von „Meine große Liebe“, „Bei Kerzenlicht“ und „Musikantengruß an Eger“. Wilfried Hirnstein, der schwungvoll durch das nachmittägliche Programm führte, ließ die Zuhörer in die Geschichte von Polkas und Märschen eintauchen und gab Dirigent Michael Baronowsky scherzend die Abkürzung „M L G“ mit auf den Weg: „Michael, lass geh’n.“ Es folgten „Im Wäldchen“, „Mein Liebe“, „Der Strohwitwer“ und „Nur für dich“, ehe der erste Programmteil mit der „Anna-Polka“, „Der Abendstern“ und dem „Astronautenmarsch“ schloss. Den zweiten Teil eröffnete das Jugendorchester des Hirschberger Musikvereins unter der Leitung von Elena Wegener und Joana Bräutigam, spielte mit drei Polkas mutig und ambitioniert auf.

Doch nicht nur der Musikernachwuchs erhielt seinen verdienten Applaus. Auch im Rahmen der Ehrungen durften sich zahlreiche Musiker unter langanhaltendem Beifall auszeichnen lassen: Ben Burdick, Finja Baronowsky und Felix Risse hatten im vergangenen Jahr den D1-Lehrgang abgeschlossen, ebenfalls Felix Risse, Joana Bräutigam und Elena Wegener den D2-Lehrgang. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Theresa Schaminet (10 Jahre), Meinolf Risse (40 Jahre) und Dirigent Michael Baronowsky (50 Jahre) ausgezeichnet. Mit den Worten „das hat es in der Geschichte des Musikvereins noch nie gegeben“ bat Vorsitzender Rainer Schulte anschließend Franz Rath, Ernst Bräutigam, Willi Unger und Wilfried Hirnstein auf die Bühne. Zusammen bringen es die vier gestandenen Männer auf 322 Jahre Lebenszeit, davon insgesamt 250 Jahre im Vorstand des Musikvereins – ob als Notenwart, Dirigent oder Vorsitzender. Schulte: „Wir können mächtig stolz sein, solche Musiker im Verein zu haben. Ehre, wem Ehre gebührt.“ Die vier wurden von Schulte zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins ernannt und mit dem Ständchen „Alte Kameraden“ gefeiert.

Im Programm folgten die Stücke „Späte Liebe“, „Wachtel-Polka“, „Das Feuer brennt weiter“, „Aha“, „Musikantenliebe“ und die „Löffel-Polka“ – wie der Name sagt, mit Löffeln gespielt. Den Abschluss des Egerländer Nachmittags bildeten „Die Kapelle hat gewonnen“ und „So ein schöner Tag“, als Zugabe schloss sich die „Fuchsgrabenpolka“ an.

„Und schon jetzt vormerken“, regte Wilfried Hirnstein an: „Der nächste Egerländer Nachmittag findet am 22. März 2020 statt.“

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