Regional und artgerecht

Hirschberger Georg und Martina Risse vermarkten Lammfleisch jetzt über das Internet

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Hirschberg - Schäfer Georg Risse führt sein Unternehmen in der vierten Generation und setzt besonderen Wert auf regionale und artgerechte Haltung. Jetzt hat er damit begonnen, Lammfleisch über seine eigene Website zu verkaufen.

„Für mich bedeutet Kochen, nur beste Zutaten zu verwenden, verschiedene Geschmacksrichtungen auszuprobieren und mit Freunden gemeinsam zu essen. Ich bemühe mich, alle meine Zutaten von lokalen Bauern und Produzenten zu beziehen. Ich denke, man schmeckt den Unterschied – du auch?“

Mit diesem Zitat hat Schäfer Georg Risse seine eigene Website eröffnet, über die er seit knapp vier Wochen Lammfleisch verkauft – selbstverständlich aus eigener Aufzucht. 

Mittlerweile führt Georg Risse sein Unternehmen in der vierten Generation und setzt besonderen Wert auf regionale und artgerechte Haltung: An die Tiere wird ausschließlich regionales Futter verfüttert, die Haltung geschieht auf „höchstem Niveau“, wie der Schäfer auf seiner Website stolz erklärt. 

Die Lämmer werden küchenfertig zerlegt und vakuumverpackt verschickt. Jeden Freitag schlachtet der Hirschberger, um die eingegangen Sendungen am folgenden Montag dem Versandpartner zu übergeben. Die Produkte werden in biologisch abbaubaren Kühlboxen innerhalb von 24 Stunden versendet und können ab einem Mindestbestellwert von 50 Euro Zuhause genossen werden. 

„Wer hier in der Gegend wohnt, kann sich seine Bestellung selbstverständlich auch abholen“, fasste Martina Risse zusammen. 

Jedoch freue man sich insbesondere über Bestellungen weit über die Dorfgrenzen hinaus: „Es gingen schon Bestellungen aus Bayern ein“, freut sich die Familie. 

Auch die Kinder Moritz und Luzie sind völlig begeistert von der Arbeit ihres Papas, sodass sie gerade jetzt in den Osterferien viel Zeit im großen Schafstall im Odackerweg verbringen. 

Ein Bekannter hatte die Familie auf die Idee gebracht, das Lammfleisch online zu verkaufen. „Mein Mann und ich haben davon keine Ahnung, aber er hat uns im Handumdrehen eine Website erstellt“, so Martina Risse zu dem Online-Verkauf, der gerade erst in den Startlöchern stehe, aber bereits gut anlaufe. 

Mit viel Liebe zum Detail werden die Produkte dort präsentiert, einige private Fotos lassen in das Familienunternehmen einblicken. Die Website ist unter www.lammfleisch-risse.de zu finden. 

Pünktlich zu Ostern durfte sich Familie Risse am Mittwoch über Drillinge im Schafstall freuen. „Schon das zweite Mal in diesem Jahr. Erst hat ein weißes Schaf Drillinge bekommen und jetzt ein schwarzes“, freuen sich auch die beiden Kinder.

Kurzerhand lockten Moritz und Luzie mit Papa Georg die neugeborenen Drillinge aus ihrer Box, die – noch etwas wackelig auf den Beinen – ihrem Muttertier zunächst kaum von der Seite weichen wollten. Nach einigen Streicheleinheiten der Kinder wurden die drei Lämmer immer zutraulicher und blieben ruhig in den Armen der Familie liegen. 

Im Gehege nebenan konnte man über 200 Lämmer beobachten, die schon einige Köpfe größer waren als die neugeborenen Drillinge. 

„Die sind schon länger bei uns“, erzählte der 7-jährige Moritz. Ingesamt seien es rund 400 kleine Lämmer, die im Stall auf Odacker leben, überschlug Georg Risse grob. Man könne im Schnitt 1,3 Lämmer pro Mutterschaf rechnen, ergänzte Ehefrau Martina. 

Heute sei Lamm sehr beliebt und das nicht nur wegen verbesserter Techniken der Vorratshaltung und gesteigertem Lebensstandard. Lammfleisch sei überaus wohlschmeckend und biete ähnlich viele Zubereitungsmöglichkeiten wie Rindfleisch. 

Die meisten kennen Lammfleisch nur als ein Produkt, das zur Osterzeit gerne auf dem Tisch landet, wie auch bei Familie Risse selbst, die am Ostersonntag das eigene Lammfleisch mit Rotkohl und Spätzle genießen wird. Wie vermutlich viele andere Familien, für die das Lamm auch zu Coronazeiten fest auf dem Oster-Speiseplan an integriert ist – egal, ob als Filet, Keule oder Braten. 

Wer auf das „echte“ Lamm auf dem Ostertisch verzichten möchte, greift gerne zur gebackenen Form mit Puderzucker, das sich ebenso gut auf dem Kaffeetisch macht.

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