Endgültiger Platz für Kunstwerk von Hans Sommer gefunden

„Herbergssuche“ endet in St. Pankratius-Kirche

+
Die „Herbergssuche“ von Hans Sommer hat eine neue Heimat in der St. Pankratius-Kirche in Warstein gefunden: Die Kirchengemeinde dankte Künstlersohn Helmut Sommer (M.) für die Schenkung und Metallbauer Walter Schneider (2.v.l.) fürs passende Podest.

Warstein – Die „Herbergssuche“ ist endlich angekommen: Seit 2004 stand das Kunstwerk von Bildhauer Hans Sommer als Dauerleihgabe im Rathaus-Flur, seit dem Wochenende hat die Holzskulptur ihr neues Zuhause in der St. Pankratius-Kirche in Warstein. Und das nicht vorübergehend, sondern dauerhaft, denn Künstlersohn Helmut Sommer schenkte das Werk nun der Kirchengemeinde.

Um 1970 entstand die „Herbergssuche“, Hans Sommer fertigte sie aus einer mehr als 200-jährigen Esche, die an der Hauptstraße gefällt worden war. Die Idee, diese als Dauerleihgabe an die Stadt Warstein zu geben, entstand nach einer Ausstellung in der Sparkasse 2004. Eigentlich war sie für das Haus Kupferhammer gedacht, fand dann aber ihren Platz im Rathaus. Das sei aber „auf Dauer nicht der beste Standort“ gewesen, so Ortsvorsteher und Kustos Dietmar Lange, man wünschte sich eine Präsentation „an zentraler Stelle“, auch um dem hohen Symbolgehalt der „Herbergssuche“ – „unterwegs sein, ankommen...“ – gerecht zu werden.

„Wo kann ein bleibender Standort sein?“, lautete daher die Fragestellung. Wo kann die Wechselwirkung aus Kunst, Raum und Idee zusammen optimal wirken? Nach dreimonatiger (Herbergs)Suche wurde man fündig: Die Familie des Künstlers, Pfarrgemeinde und Kirchenvorstand sowie Kustos erkoren die Kirche im Stadtzentrum als idealen Ort: „Hier findet sie eine Heimat...“

„Das ist eine sehr schöne Bereicherung des Kirchenraumes“, urteilte Dietmar Lange daher auch zufrieden, nachdem das Kunstwerk aufgestellt und letzte Feinarbeiten vorgenommen worden waren: Der von der Kirchengemeinde beauftragte Metallbauer Walter Schneider hatte ein passendes Podest geschaffen, das mit Metall und Glas „die zeitgenössische und angemessene Gestaltung der Glasfront“ im Eingangsbereich der St. Pankratiuskirche aufnimmt. Während er nach dem Aufbau mit Pinsel und Lack letzte Ausbesserungsarbeiten an dem Untergestell vornahm, griff Helmut Sommer zur Bürste: „Da könnte ich dran bleiben“, sagte er schmunzelnd, während er dem Kunstwerk mit Bienenwachs „mehr Tiefe“ gab. „Das habe ich von meinem alten Herrn...“

„Der theologische Gehalt ist wertvoll“, so Pastor Markus Gudermann über das Sommer-Kunstwerk: „Viele sind heute auf der Flucht, viele suchen eine Herberge.“ Der Standort im Eingangsbereich der St Pankratius-Kirche sei ideal, symbolisiere man doch durch die offene Pforte der Kirche, „hier dürfen sich alle beheimatet fühlen“. Am Sonntag erfolgte im Rahmen der Messe die Segnung der „Herbergssuche“, anschließend gaben Helmut Sommer, Dietmar Lange und weitere Beteiligte allen Interessierten weitere Informationen zu dem Kunstwerk. Auch am nächsten Sonntag wird es nochmal eine kurze Vorstellung geben.

Ein „herzliches Dankeschön“ ging nicht nur von Pastor Markus Gudermann, sondern von allen Mitwirkenden an Helmut Sommer für die Schenkung. Der gab den Dank aber zurück, freute er sich doch über die schön präsentierte Erinnerung an den Warsteiner Bildhauer Hans Sommer: „So bleibt er immer im Bewusstsein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare