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Haus Teiplaß in Sichtigvor wird vorbereitet: Platz für rund 100 Kriegsflüchtlinge

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Von: Alexander Lange

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Mitarbeiter der Stadt Warstein bauten am Mittwoch Trennwände im Haus Teiplaß auf.
Mitarbeiter der Stadt Warstein bauten am Mittwoch Trennwände im Haus Teiplaß auf. © Alexander Lange

Nach der Drachenschule in Hirschberg wird nun auch das Haus Teiplaß in Sichtigvor für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. Wie viele bislang in Warstein gemeldet sind und wie die Maßnahmen weitergehen.

Sichtigvor – Nach der Drachenschule in Hirschberg, wo am Montag und Dienstag bereits 33 Flüchtlinge ein Zuhause fanden, wird nun auch das Haus Teiplaß in Sichtigvor als Unterkunft hergerichtet. Am Mittwochabend fand dort eine entsprechende Infoveranstaltung mit Stadt, Flüchtlingshelfern und Sichtigvorer Vereinen und Gruppierungen statt, um den Rahmen zu besprechen. „Das war eine sehr konstruktive Versammlung. Die Grundsatzentscheidung, dass das Haus Teiplaß zur Unterkunft wird, wurde von den Vereinen auch überhaupt nicht infrage gestellt“, erklärte Josef Pieper, bei der Stadt zuständig für den Fachbereich Bürgerdienste und gleichzeitig Leiter der AG Flüchtlingsunterbringung: „Alle tragen die Entscheidung mit.“

Dafür seien einige Detailfragen geklärt worden, mit den Schützen, die im Haus Teiplaß in diesem Jahr eigentlich wieder ihr Schützenfest feiern wollten, werde man nun „in Klausur“ gehen, so Pieper. Aber auch da sei man sicher, eine Lösung finden zu können.

Schwieriger sei es, für die Sportvereine eine Ausweichstätte zu finden. „Die Turnhalle Waldschule, die in der Vergangenheit als Ausweichquartier für die Sportler in Anspruch genommen wurde, kann leider aufgrund des Bauzustands nicht mehr genutzt werden. Der Stadtsportverband, der auch an dieser Sitzung teilgenommen hat, wird zusammen mit den sporttreibenden Vereinen neue Belegungspläne für die Hallen im Möhnetal aufstellen“, so die Stadt in einer Mitteilung am Mittwoch.

Aktuell rund 98 Flüchtlinge in Warstein untergebracht

Am Vormittag wurden bereits Trennwände im Haus Teiplaß durch Mitarbeiter der Stadt aufgebaut, die dann die einzelnen Zimmer bilden werden. Auch Sanitärcontainer werden in den kommenden Tagen aufgebaut, bis zum Ende der kommenden Woche soll das Haus Teiplaß einzugsbereit sein, so Pieper. Mit Platz für rund 100 Kriegsflüchtlinge.

Mit dem Einrichten des Haus Teiplaß reagiere man auch auf die schon starke Belegung der Drachenschule in Hirschberg, wo man langsam an die Kapazitätsgrenze komme. Mit Stand vom Mittwochvormittag seien 98 Flüchtlinge in Warstein untergebracht, so die Stadt.

Josef Pieper richtet auch weiterhin den Appell an alle Flüchtlinge, sich zeitnah nach der Ankunft beim Sozialamt der Stadt zu melden. Es müssen keine Asylanträge gestellt werden.

Die Flüchtlinge erhalten aktuell noch Einkaufsgutscheine beziehungsweise Schecks, mittelfristig sollen auch entsprechende Konten für sie eingerichtet werden

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