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"Hannes ist der Beste" - Laienspielschar Waldhausen spielte Premierenvorstellung vor ausverkauftem Haus

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"Hannes ist der Beste" © Foto: Dorenkamp

WALDHAUSEN – Lange Schlangen an der Abendkasse der Premierenaufführung und alle weiteren Vorstellungen bereits ausverkauft: Auch in diesem Jahr bewiesen die Akteure der Laienspielschar Waldhausen einmal mehr, dass ihre Theateraufführungen eine Klasse für sich sind.

Nach monatelangen Proben standen sie am Samstagabend mit dem Dreiakter „Hannes ist der Beste“ von Lothar Neumann auf der Bühne der Schützenhalle in Waldhausen und begeisterten wieder ihr Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle. Bereits zum 21. Mal in Folge wurde traditionell am Abend des Winterfestes der Löschgruppe Waldhausen Theater gespielt, in diesem Jahr erstmals unter der Regie von Carolin Cordes und Julia Köster, die den langjährigen Spielleiter Christian Kühle ablösten. 

Die idyllische ländliche Kulisse der ehemaligen Pension Waldesruh bietet den Schauplatz der amüsanten Geschichte: Jungwirtin Christine Klapp (Anja Kiel) versucht mit allen Mitteln das Erbe ihres verstorbenen Vaters vor dem Ruin zu retten. Und so plant sie mit Hilfe ihres Hausdieners und väterlichen Freundes Hannes (perfekt dargestellt von Martin Beele) aus der ländlichen Pension das neue „Sporthotel Fitness“ zu machen. Als aufgrund der Überbuchung des Nachbarhotels mit Hilfe des dortigen Hausdieners Henner (André Kramer) endlich Gäste im Hotel einchecken, kommt auch der neu eingestellte Sportlehrer Frank Schneider(Peter Cordes) zum Einsatz: er soll die beiden Freundinnen Berta Niedlich (Julia Köster in Vertretung für die erkrankte Regina Haarhoff) und Frieda Drollig (Beate Eickhoff) ebenso auf Trapp bringen, wie auch den Berliner Schrotthändler Max Holle (Andreas Schulz), der gemeinsam mit seiner verschüchterten „schlechteren Hälfte“ Charlotte und seiner heimlichen Freundin Eva Patzke (Marina Mestermann) seinen Urlaub im Fitnesshotel verbringen will. Getreu nach seiner Devise „Schuhe putzen, Rasen mähen, auch nach tollen Frauen umdrehen, Brötchen holen, Wäsche waschen, trag den Damen schwere Taschen, kurz und gut, für alle Fälle, ist der Hannes stets zur Stelle“ hält Hannes die Fäden der Geschichte fest in der Hand. Selbst heftig umschwärmt von den beiden Damen Niedlich und Drollig sorgt er auch dafür, dass das Liebesglück der anderen Gäste nicht zu kurz kommt und einem Happy-End nichts im Wege steht. Die Zuschauer der weiteren Vorstellungen am 16., 18. und 20. Januar dürfen sich auf 90 Minuten beste Unterhaltung freuen, besonders ein brillanter Andreas Schulz, der mit frecher Berliner Schnauze wieder einmal sein Sprachtalent unter Beweis stellt, Kathrin Klöer, die dessen Gattin Charlotte ebenso hervorragend in Szene setzt, die „freche und quirlige“ von Marina Mestermann gespielte Eva und natürlich auch Martin Beele, der den Titelheld Hannes mehr als authentisch darstellt, gehören zu einer Schauspielertruppe, der man den Spaß am Theaterspielen in jeder Szene anmerkt. -dk

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