Großprojekt im Westertal in Warstein-Belecke

Start mit symbolischen Spatenstich

Belecke – „Was sehen wir? Einen Sandhaufen. Was machen wir? Wir starten ein großes Projekt!“

Landrätin Eva Irrgang schickte dem symbolischen Baubeginn für den Radweg durch das Westertal, kombiniert mit Renaturierung der Auen und damit verbundenem Hochwasserschutz an Stütings Mühle, humorige Anmerkungen voraus, bevor sie mit Zahlen, Daten und Fakten die Bedeutung des Vorhabens belegte. Nach der Grundsteinlegung für ein neues Klinikum in Bad Sassendorf am Vormittag war dies der zweite Startschuss für ein Großvorhaben im Kreis Soest an einem Tag.

„Hier geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, wobei circa 650 000 Euro vergraben werden. 80 Prozent davon trägt das Land“, sagte die Landrätin, die bemerkte, dass die Bagger nicht sofort, sondern erst in ein paar Tagen anrücken werden. Im Sommer 2020 soll alles fertig sein, und Bürgermeister Dr. Thomas Schöne nannte als geplanten Termin den Belecker Schnadezug am 15. August 2020; was Ortsvorsteher Heiner Maas zu dem Einwurf veranlasste: „Wenn wir es hinkriegen, dann bitte zum Sturmtag“.

Der ist im nächsten Jahr bereits Ende Mai, was den Bürgermeister antworten ließ: „Das war so nicht abgesprochen“. Allerdings in der entspannten Atmosphäre des, dem freudigen Anlass entsprechenden Ton und dem Nachsatz in Richtung Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Heimatvereins Badulikum: „Sturmtag? Hasi, das wuppen wir“.

Vorausschauend kündigte Dr. Schöne bereits eine „schicke Party an, zu der auch der Kreis für eine würdevolle Einweihung vertreten sein soll“. Denn die gute interkommunale zusammenarbeit zwischen Stadt Warstein und Kreis Soest wurde mehrfach betont. Angestoßen von der Stadt nach vielen Hochwasser-Überflutungen des Mühlengeländes und dem Wunsch nach einer Radwegeverbindung zwischen Warstein und Belecke, begannen die Überlegungen bereits vor einigen Jahren.

Damit einher gehen soll die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Wester samt ihrer ökologischen Verbesserung, und eben die Schaffung von zusätzlichen Hochwasserrückhalteräumen und Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Mühlengeländes. Der von der Stadt Warstein geplante neue Radweg führt in Nord-Süd-Richtung unterhalb des Westerberges parallel zum Westermühlengraben zwischen der Paul-Gerhardt-Straße und der Stütings Mühle hindurch und besitzt im Bereich der Bahnhofstraße eine Anbindung an den Möhnetal-Radweg. 

Durch den neuen Radweg wird eine durchgehend naturnahe Verbindung zwischen den Ortsteilen Belecke und Warstein abseits der B55 möglich, denn er schließt nahtlos an den ausgeschilderten Radweg von Warstein/Suttrop Richtung Belecke über den Wirtschaftsweg „Westerberg/Unterm Stillenberg“ an.

Die neue Radwegverbindung hat eine Länge von ungefähr 700 Metern und wird von der Oberflächenbeschaffenheit in einer Breite von zweieinhalb Metern asphaltiert. Im gesamten Ausbauabschnitt wird der Radweg eine entsprechende Ausleuchtung erhalten.

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