Eine Million Euro Schaden

Entscheidende Frage kann nicht geklärt werden: Verfahren nach Großbrand eingestellt

250 Feuerwehrleute kämpften vor einem Jahr gegen den Großbrand.
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250 Feuerwehrleute kämpften vor einem Jahr gegen den Großbrand.

Heute vor einem Jahr brach gegen 14 Uhr in Waldhausen ein Großbrand aus, der 250 Einsatzkräfte der gesamten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Warstein und weiteren Feuerwehren aus dem Kreis Soest einen gesamten Sonntag lang beschäftigte. Für die Verursacher wird der Großbrand wohl keine juristischen Konsequenzen mehr haben, das Verfahren gegen sie wurde eingestellt.

Waldhausen – An der St. Barbara-Straße hatte in einer großen Scheune zunächst ein Auto gebrannt. Das Feuer griff rasend schnell auf das Gebäude und die zahlreichen Dinge, die in ihm gelagert wurden – unter anderem ein Karnevalswagen der KG MüSiWa und mehrere Oldtimer – über.

Der Schaden wurde von der Polizei auf mehr als eine Million Euro beziffert. Der Brand war ausgebrochen, nachdem ein damals 31-Jähriger aus Soest und ein damals 32-Jähriger aus Dortmund an einem Auto gearbeitet und dabei an der Benzinleitung geflext hatten. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen fahrlässige Brandstiftung vor. Doch zu einer Anklage sollte es nicht mehr kommen.

Großbrand in Waldhausen: Ermittler können nicht klären, „wer fahrlässig gehandelt hat“

„In einer Spontanäußerung hatten die beiden damals von den Flexarbeiten am Auto berichtet“, berichtete der Arnsberger Staatsanwalt Thomas Schmelzer. Doch danach hätten die Verdächtigen sich nicht weiter zu dem Vorwurf eingelassen – sie hätten sich nicht mehr erinnern können, wer mit der Flex hantiert hatte.

So konnten die Ermittler nicht mehr feststellen, welcher der beiden Männer den Brand verursacht hatte. Und da den Männern kein Vorsatz vorgeworfen werden konnte und die Tat lediglich auf Fahrlässigkeit zurückzuführen war, schied laut Schmelzer auch eine „gemeinschaftliche Brandstiftung“ aus – für die muss es nämlich mindestens einen Vorsatz geben. „Es ließ sich nicht mehr aufklären, wer fahrlässig gehandelt hat. Deswegen musste das Verfahren eingestellt werden“, erklärte Schmelzer.

Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz

Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz
Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz
Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz
Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz
Großbrand in Warstein-Waldhausen - 250 Feuerwehrleute im Einsatz

Eine genaue Schadenssumme konnte bis heute noch nicht ermittelt werden: Es gibt immer noch diverse Anfragen von Anwälten und Versicherungen der zahlreichen Geschädigten, so Schmelzer. Denn neben der Eigentümerin der Scheune verloren auch viele Personen, die einzelne Abschnitte der Scheune gemietet hatten, durch den Großbrand hochwertige Gegenstände wie beispielsweise eine alte Harley Davidson oder einen Oldtimer VW Golf.

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