80 Kräfte im Einsatz / 250.000 Euro Sachschaden

Scheune steht lichterloh in Flammen: Feuerwehr Warstein bekämpft Großbrand in der Nacht

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Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand die Scheune bereits in Vollbrand.

[Update, 10.01] Belecke - Großeinsatz für die Feuerwehr Warstein in der Nacht: Am Drewerweg in Belecke stand eine Scheune lichterloh in Flammen. Sie brannte komplett nieder, das Feuer zerstörte verschiedene Landmaschinen. Die Feuerwehr verhinderte, dass der Brand auf das nahe gelegene Waldstück übergreifen konnte. 

Um 2.56 Uhr ging am frühen Dienstagmorgen der Notruf einer Anwohnerin in der Rettungsleitstelle ein: Eine Scheune am Drewerweg im Belecker Norden brannte in voller Ausdehnung. "Als die ersten Einsatzkräfte des Löschzugs Belecke vor Ort eintrafen, stand die Scheune bereits in Vollbrand", erklärte Carsten Lehmann, Sprecher der Feuerwehr Warstein. 

Neben den wütenden Flammen, die meterhoch in den Vollmondhimmel schlugen und eine starke Rauchwolke in Richtung Norden schickten, wurde ein weiteres großes Problem schnell deutlich: Der starke Funkenflug wurde vom Wind direkt in Richtung des Waldstücks am Drewer Steinbruch geweht. "Eine der ersten Maßnahmen war es daher, eine Brandausbreitung auf den Wald zu verhindern", so Lehmann.

Die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel. Die Funken wurden vom Wind in Richtung des Waldstücks am Dreweraner Steinbruch geweht.

In der Scheune wurden große Mengen an Holz, Hackschnitzeln und verschiedene Landmaschinen gelagert - alles fiel den Flammen zum Opfer. Die Scheune brannte komplett nieder. Mit dem verhinderten Waldbrand wurde von der Feuerwehr der größtmögliche Einsatzerfolg erzielt. 

Löschwasser wurde unter anderem aus dem Drewer Steinbruch entnommen.

Die ersten Löschmaßnahmen wurden mit den Wasservorräten aus den Löschfahrzeugen bewältigt. Doch diese Wasserreserven waren begrenzt und bei einem derartigen Ausmaß des Brandes schnell aufgebraucht. Deshalb wurde parallel zunächst eine rund 600 Meter lange Schlauchleitung vom nächsten Hydranten bis zur Einsatzstelle gelegt.

Rund 20 Minuten nach der ersten Alarmierung wurden um 3.20 Uhr weitere Einsatzkräfte nach Belecke gerufen: "Das Alarmstichwort wurde auf 'Brand_3' erhöht. Dadurch wurden zusätzlich der Zug 4 mit Kräften aus dem gesamten Möhnetal alarmiert", erklärte Carsten Lehmann. Die Feuerwehrleute aus Mülheim, Sichtigvor, Allagen und Waldhausen hatten primär die Aufgabe, eine weitere Wasserversorgung aufzubauen.

Die Scheune brannte komplett nieder.

"Neben der Versorgung aus dem Hydranten wurde eine weitere Leitung vom Drewer Steinbruch aus gelegt. Durch die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer konnten wir eine stabile, konstante Wasserversorgung herstellen."

Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand. Der Rettungsdienst des Kreises Soest wurde im Laufe des Einsatzes vom Malteser Hilfsdienst Warstein-Anröchte abgelöst. Dieser war mit einem Krankentransportwagen angerückt und stellte den Schutz für die rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr sicher.

Großbrand in Belecke: Hier gibt es alle Fotos

Scheune lichterloh in Flammen: Großbrand am Drewerweg in Belecke

Den Kampf gegen die Flammen hatte die Feuerwehr mit dem Morgengrauen gewonnen. Der Einsatz wird sich jedoch noch einige Zeit ziehen. "Die Nachlöscharbeiten werden noch weiter andauern", erklärte Einsatzleiter und Wehrführer Donat Ahle. 

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 250.000 Euro, wie sie am Dienstagmorgen mitteilte. Sie hat den Brandort beschlagnahmt und ermittelt zur Ursache. Die Polizei bittet im Zuge dessen weitere Zeugen, sich unter der Rufnummer 02902-91000 zu melden.

Wir berichten weiter.

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