Hohe Investition für neue Heizung

„Grau-Weiße Wölfe“ der Allagener Schützen mit dem St. Sebastianus-Orden ausgezeichnet

Neue Träger des Sebastianus-Ordens: Oberst Hubertus Struchholz (links) und die „grau-weißen Wölfe“ der Allagener Schützen.
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Neue Träger des Sebastianus-Ordens: Oberst Hubertus Struchholz (links) und die „grau-weißen Wölfe“ der Allagener Schützen.

„Mit deutlich mehr Schützen gerechnet“ hatte Oberst Hubertus Struchholz bei der Generalversammlung der St. Sebastianus-Schützen Allagen, die mit einem Hochamt mit Pastor Raoul van Lieshout in der Möhnetalhalle begonnen hatte. Schließlich galt es über eine hohe Investition für eine neue Heizungsanlage in der Halle zu beschließen.

Allagen – Experte Christoph Koch hatte den Schützen erläutert: Während bei der kleinen Lösung Kosten in Höhe von etwa 176 000 Euro auftreten, ist bei der großen Lösung mit Kosten in Höhe von 225 000 Euro zu rechnen. Allerdings besteht die Möglichkeit Fördergelder zu beantragen, Koch priorisiert dabei das Dorfentwicklungsprogramm: „Hier wäre mit einem Zuschuss von bis zu 65 Prozent zu rechnen, sodass Kosten für die Bruderschaft in Höhe von 62 000 beziehungsweise 79 000 Euro bei Maximalförderung erreicht werden könnten.“ Die Schützen stimmten schließlich für die große Lösung - wenn denn tatsächlich Zuschüsse fließen.

Nach der Diskussion über die neue Heizung waren die Allagener Schützen in die „normale“ Tagesordnung eingestiegen und hatten dabei von ihrem Oberst erfahren, dass in der Corona-Zeit „kaum“ etwas habe stattfinden können. „Dieses „Kaum“ haben wir allerdings zur Freude aller Bewohner kreativ mit Inhalt gefüllt. Höhepunkte waren da sicher unsere Ohne-Schützenfest-Veranstaltungen, die bestens angenommen wurden!“

Obwohl die Einnahmen durch das Ausfallen des Schützenfestes und fehlende Vermietungseinnahmen der Möhnetalhalle deutlich geriner ausgefallen waren als in den Jahren zuvor, berichtete Rendant Martin Kellerhoff, dass Darlehen weiter getilgt und ein geringes Plus aufgebaut werden konnte.

Den folgenden Wahlen schickte Oberst Struchholz den Appell voraus, sich für die Bruderschaft wählen zu lassen und Verantwortung zu übernehmen. Rendant Michael Kellerhoff tat dies und wurde einstimmig für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.

Stefan Hübner, der später für seine Verdienste zum neuen Ehrenmitglied der Schützenbruderschaft ernannt wurde, dagegen kandidierte nicht erneut für die Position des Königsoffiziers. Zu seinem Nachfolger wählten die Schützen Sebastian Roderfeld.

Zu einem Wahl-Marathon entwickelten sich die Neu- beziehungsweise Nachwahlen der Kompanie-Funktionäre, die sonst im Rahmen von Kompanieversammlungen stattfinden. Ein Kuriosum sorgte hier für gute Stimmung. So übernahm Martin Wagener, Ehrenmitglied und langjähriger Major der Bruderschaft, die Position eines Ersatzoffiziers in der Südkompanie.

Einen breiten Raum nahmen die Ehrungen ein. Den „Orden für Verdienste“ und eine Ehrenurkunde des Sauerländer Schützenbundes erhielten Sebastian Nübel, Miklas Wagener, Jens Helle und Daniel Salzmann.

Über eine Dankesurkunde der Bruderschaft durften sich Jens Kutscher, Stefan Hübner, Sebastian Nübel und Gregor Nübel, der aus dem Südkompanie-Vorstand ausschied, freuen.

Mit Freude kündigte Hubertus Struchholz dann eine ganz besondere Auszeichnung an: „Wir müssen stetig Nachwuchskräfte für die Übernahme von Aufgaben gewinnen, um zukunftsfähig zu bleiben. Seltener ist, dass gestandene, langjährige, früher aktive, jetzt im Ruhestand befindliche Funktionäre Lust bekommen, sich wieder für die Bruderschaft einzusetzen. Das erleben wir im Augenblick beispielhaft mit den ´grau-weißen Wölfen´. Sie haben viele Funktionärsjahre auf dem Buckel und bringen sich nun erneut ein – beim Bau der Königsgalerie, bei der Pflege der Außenanlagen und so weiter. Den höchsten Orden der Bruderschaft, den Sebastianus-Orden, erhalten daher heute Stefan Hübner, Gregor Nübel, Karl Ahring, Dieter Beckschäfer, Hans-Jürgen Severin und Heinz Wagener.“

An dieser Stelle übernahm Major Tobias Piekarz das Mikro und stellte heraus, dass sich Hubertus Struchholz weit über den Aufgabenbereich als Oberst für die Bruderschaft einsetzt. So hatte er beispielsweise für das Hochamt zum Auftakt der Versammlung als Organist alle Lieder digital eingespielt und damit den Gesang der Gottesdienstbesucher begleitet. Für sein Engagement für die Allagener Schützen wurde ihm ebenfalls der Sebastianus-Orden verliehen.

Der so ausgezeichnete dankte abschließend allen Besuchern für ihre Geduld, denn die Versammlung hatte insgesamt deutlich mehr als fünf Stunden gedauert, und wünschte Langzeit-König Tobias Münstermann, der seine Amtszeit wegen des Ausfall der Schützenfeste wegen Corona bereits zweimal verlängert hat, noch eine abwechslungsreiche Rest-Königszeit. Sie soll nun beim Schützenfest 2022 enden, das vom 9. bis 11. Juli gefeiert werden soll. mika

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