Gospel spontan-Konzert wieder vor vollem Haus in Warstein

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Als Gospel spontan-Quintett spielten (v.l.) Till und Volkert Bahrenberg, Alexander Schmitt, Ingo Frank und Till Braukmann

Warstein - Vor zehn Jahren überraschte Kristina Vaut das Publikum, als sie im Gospel spontan-Konzert im LWL-Festsaal sich selbst erstmals auf der Gitarre zu „If I were a carpenter...“ begleitete.

An diesem 2. Weihnachtstag überraschte sie durch Abwesenheit: „Kristina hat sich vor einer Woche durch Reizhusten eine Rippe gebrochen. Das muss man sich mal vorstellen! Aber da ist nichts mit Gitarre tragen, geschweige denn spielen oder singen“, erläuterte Volkert Bahrenberg das Missgeschick.

Doch damit nicht genug: Sein Sohn und „Hauptsänger“ Willi hatte sich beim Fahrradsturz den Ellenbogen gebrochen. Mit Banjospielen war somit nichts. Aber mit Gips konnte er wenigstens singen. Gospel spontan fand also statt - auch dank Alexander Schmitt, der aus der Rolle des Technikers in den Gitarrengurt schlüpfte und somit wenigstens ein Quintett auf der Bühne stand. Vor „natürlich“ vollem Haus.

„Da hinten sind noch zwei Stühle frei“, wusste „Platzanweiser“ Volkert Bahrenberg, kurz bevor der Solopianist Volkert Bahrenberg mit einem Boogie Woogie das Konzert eröffnete und als „Kopf der Truppe“ Volkert Bahrenberg auf die Bühne stieg. Seit nunmehr 31 Jahren liegt der musikalische Südosten der USA am 2. Weihnachtstag für gut zwei Stunden in Warstein, und das Publikum dankt den treuen Musikern mit Treue. An Weihnachten erinnerte ein großer geschmückter Christbaum seitlich neben der Bühne, das Wetter war dazu eher nicht angetan. Allerdings stand auch ein Bluegrass-Weihnachtslied mit deutschem Text auf dem Programm.

Gospel spontan bedeutet manchmal lustig klingende Weisen zu todtraurigen Texten über verlassene Männer, mehrstimmigen Gesang und das ein oder andere Solo, wobei Ingo Frank an der Gitarre sich Sonder-Applause erspielt. Aber gut sind sie alle, „weil es uns Spaß macht“, wie Volkert Bahrenberg erläutert. Doch nicht nur deshalb: Wenn es auch Gospel spontan heißt, so steckt viel Üben dahinter - selbst für den 71-Jährigen, der von sich meint, „jedes Jahr etwas besser“ zu werden. Das kann das Publikum am 2. Weihnachtstag 2018 bewerten...

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