Allagens Ortsvorsteher Gerald Wege sieht Bürger verunsichert

Für Glasfaser-Hausanschluss wird Unterschrift benötigt

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Allagens Ortsvorsteher Gerald Wege zeigt die Karte, aus der hervorgeht, welche Hauseigentümer das Glasfaserkabel bekommen können.

Allagen - Das zweiseitige Schreiben des Kreises Soest zu der in seinem Ortsteil anstehenden Verlegung des Glasfaserkabels hat einige Bürger verunsichert. Zu dieser Erkenntnis ist Allagens Ortsvorsteher Gerald Wege nach zahlreichen Telefonaten gekommen.

Gestern appellierte er deshalb an alle Mitbürger, die Nutzungsvereinbarung zu unterschreiben. Auf diese Weise komme das Glasfaser kostenlos ins Haus. Wege: „Es ist für die Zukunft wichtig und bedeutet auch eine Wertsteigerung der Immobilie.“

Viele Bürger seien irritiert, weil sie befürchten, dass damit auch ein Wechsel des Anbieters vereinbart wird. Das, so Wege, sei aber nicht so. Wer an die Telekom, an 1&1 oder O2 gebunden sei, könne dies so beibehalten. Es gehe aktuell nur darum, dass das Kabel ins Haus gelegt werde – und das alles kostenlos, weil es eine Förderung des Bundes und des Landes gibt. Der Kreis Soest und seine 14 Kommunen möchten alle unterversorgten Gewerbe- und Ortslagen per Glasfaser an mindestens 100 Mbit pro Sekunde schnelles Internet anbinden. Der Bund unterstützt den Breitbandausbau mit einer Förderquote von 50 Prozent, über eine Kofinanzierung des Landes fließt eine weitere 40-prozentige finanzielle Unterstützung.

Der Glasfaser-Hausanschluss wird bis zum Anschlusspunkt kostenlos ins Haus gelegt. Bedingung ist jedoch, dass der Grundstückseigentümer vor Beginn der Bauphase die Nutzungsvereinbarung der Firma Innogy unterschreibt. Bei späterer Entscheidung ist der Glasfaser-Hausanschluss kostenpflichtig, weil damit ein nachträglicher zusätzlicher Aufwand verbunden ist. Dann werden weit über 1000 Euro fällig. In einem europaweiten Breitband-Ausschreibungsverfahrens hat der Kreis Soest die innogy TelNet GmbH ausgewählt, ein Glasfasernetz in den förderfähigen Bereichen zu errichten. Die innogy TelNet baut im Kreis Soest mit seinem Tochterunternehmen Westnetz GmbH das geförderte Glasfasernetz auf. Dieses Glasfasernetz ist diskriminierungsfrei – das heißt, dass jeder Anbieter, der auf dem Netz seine Internet- und Telekommunikations-Dienste anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der innogy TelNet die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Der Fachbegriff dafür lautet „Open Access“ und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten.

Gerald Wege hat erfahren, dass nicht alle Bürgerinnen und Bürger in seinem Ortsteil den Brief des Kreises erhalten haben. Er sammelt jetzt alle Adressen und reicht sie beim Kreis Soest nach. Dazu bittet er um Meldung in seinem Ortsvorsteher-Büro unter Tel. 02925-7260744.

Auch der Siedlerbund hat in seinem September-Infobrief das Thema aufgegriffen und appelliert: „Der Grundstückseigentümer sollte heute schon die Grundstückseigentümererklärung/Nutzungsvereinbarung unterschreiben und absenden! Es können Ihnen dadurch keine Nachteile entstehen.“

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