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Glasfaser-Ausbau: So ist der aktuelle Stand in Warstein

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Der Warsteiner Ausschnitt aus der Breitbandkarte stellt den Ausbaustand dar. Die grünen Flächen aus dem „3. Call“ befinden sich in der Inbetriebnahme. Im „6. Call“ werden in den blau umrahmten grauen Flächen Glasfaserkabel durch die Westenergie verlegt, und in den rot umrahmten grauen Flächen erfolgt dies durch Vodafone.
Der Warsteiner Ausschnitt aus der Breitbandkarte stellt den Ausbaustand dar. Die grünen Flächen aus dem „3. Call“ befinden sich in der Inbetriebnahme. Im „6. Call“ werden in den blau umrahmten grauen Flächen Glasfaserkabel durch die Westenergie verlegt, und in den rot umrahmten grauen Flächen erfolgt dies durch Vodafone. © Kreis Soest

Auf dem Weg zum großflächigen Breitbandausbau in den neun Ortschaften des Warsteiner Stadtgebietes vermeldet das Unternehmen Westenergie ein erstes Etappenziel. Die Glasfaserkabel, die mit Hilfe der Förderung des sogenannten „3. Call“ verlegt worden sind, werden in Betrieb genommen. Vorreiter in der Stadt Warstein ist der Ort Hirschberg. Hier können sich 36 Haushalte in Bache über den Anschluss an die Internet-Autobahn freuen.

Warstein – Vor gut drei Jahren, im Sommer 2018, hatte die Westenergie Breitband GmbH den Zuschlag zum Ausbau unterversorgter Gebiete im Kreis Soest mit schnellem Internet bekommen. Vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung des Kreises Soest, der sich mit seinen 14 Kommunen zusammengetan hatte.

Im Zuge dieses „3. Call“ konnten Haushalte in deutlich unterversorgten Bereichen zum Zuge kommen. Im gesamten Stadtgebiet von Warstein hätten sich 1186 förderfähige Adressen einen Glasfaserhausanschluss legen lassen können. 923 Haushalte haben diese Chance genutzt – davon 36 Haushalte in Hirschberg. Größtes neu versorgtes Gebiet in der Stadt Warstein ist Allagen. In Belecke kam der Industriepark zum Zuge, in Warstein der Enkerbruch und Teile des Gewerbegebietes Wästertal.

„Nahezu 80 Prozent der Haushalte haben die Gelegenheit genutzt, um schnelles Internet zu erhalten. Das verdeutlicht eindringlich den hohen Bedarf auch im ländlichen Raum. Der nun erfolgte Ausbau ist ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt Warstein, sowohl für den privaten Sektor als auch für die Wirtschaft“, erklärt Bürgermeister Dr. Thomas Schöne. Dem schließt sich Wirtschaftsförderer Dirk Risse an.

Obwohl nun alle technischen Voraussetzungen gegeben sind, können noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger ihren Highspeed-Internet-Anschluss nutzen. Fabian Wälter, Kommunalbetreuer von Westenergie, erklärt: „Die Kundinnen und Kunden erhalten nach Abschluss der Arbeiten und technischen Prüfungen ein Anschreiben von ihrem Anbieter mit dem finalen Schalttermin – also wann der Anschluss richtig in Betrieb genommen werden kann. Dieser Schalttermin ist individuell und variiert. Er ist abhängig davon, ob noch Verträge mit Restlaufzeiten vorhanden sind. Eine parallele Nutzung des alten und neuen Vertrages ist technisch leider nicht möglich.“ Eine erste Schaltung war bereits im Monat Juli erfolgt.

Mit der voranschreitenden Fertigstellung und Inbetriebnahme sind die Arbeiten am Glasfasernetz im Stadtgebiet von Warstein aber noch nicht abgeschlossen. Im Zuge des zweiten Breitband-Förderprogramm, dem sogenannten „6. Call“, werden weitere 173 Haushalte einen Anschluss erhalten. Und schließlich gibt es noch den nun startenden eigenwirtschaftlichen Ausbau in Mülheim/Sichtigvor, in dessen Zuge noch einmal 973 Häuser ans schnelle Datennetz kommen. Diese Zahlen nannte gestern Christoph Hellmann, Gigabit-Koordinator des Kreises Soest.

Die Westenergie Breitband GmbH, vormals innogy TelNet GmbH, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Westenergie AG. Bezogen auf den „3. Call“ ist sie im Kreis Soest zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den 14 kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Die Ansprache von Kunden im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt dabei durch die E.ON Energie Deutschland.

Bundesförderung „3. Call“ und „6. Call“

Zwei Förderprogramme werden kreisweit umgesetzt. Im „3. Call“ kommen Gebiete zum Zuge, die nur eine Versorgung von unter 30 Mbit/s im Download hatten, in denen kein privatwirtschaftlicher Eigenausbau angekündigt war, die nicht im Nahbereich der Hauptverteiler der Telekom liegen und zudem keine Einzellage haben. Der „6. Call“ machte dann den Ausbau in allen noch verbliebenen unterversorgten förderfähigen Gebiete im Kreis Soest möglich, die aus Budgetgründen nicht mit in den „3. Call“ aufgenommen werden konnten. Der Ausbau solle damit „bis zur letzten Milchkanne“ erfolgen, so hieß es stets. Dieser Ausbau erfolgte durch die Westenergie Breitband GmbH sowie die Vodafone GmbH.

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