Astrologe Klemens Ludwig über Warsteins Jahr 2019

Das Glück ist mit den Mutigen

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Mit einem sehenswerten Feuerwerk begrüßte Warstein das Jahr 2019.

Warstein - „Vorhersagen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“, diesen vom amerikanischen Autor Mark Twain überlieferten Spruch hat sich Klemens Ludwig zum Leitsatz gewählt. Der gebürtige Suttroper Journalist, der heute als Publizist und Journalist in Tübingen lebt und nur noch gelegentlich in seiner alten Heimat vorbei schaut, hat sich inzwischen auch als Astrologe einen Namen gemacht. Klemens Ludwig ist Vorsitzender des Deutschen Astrologenverbandes. Auf Bitten des Anzeigers betrachtete er das Warsteiner Jahr 2019 durch die Brille des Astrologen.

Folgende Prognose gibt Klemens Ludwig, gebürtiger Suttroper und  Vorsitzender des Deutschen Astrologenverbandes, für die Stadt Warstein und ihre Einwohner ab: 

Das Jahr 2019 steht astrologisch unter einer besonderen Spannung: Wir erleben auf der einen Seite ein Festhalten und ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis, das nie erfüllt werden kann; und auf der anderen Seite die Erschütterung von allem, was nicht authentisch ist und sich überlebt hat. Was herausfordernd klingt, enthält ein großes Potenzial, dass nämlich Falsches entlarvt wird; wobei Spannungen nicht ausbleiben, auch auf der ganz großen Bühne. Staatenübergreifende Institutionen – von der EU über die globalen Großkonzerne bis Facebook u. a. soziale Medien – werden ihre Macht schwinden sehen. Je deutlicher das zutage tritt, desto hartnäckiger werden sie sich daran klammern. Doch nicht nur auf globaler Ebene, auch im nationalen und lokalen Rahmen wird Vielem, das sich überlebt hat, der Boden entzogen. Auf den Wirtschafts- und Finanzmärkten wird es turbulent, mancher wird abgehängt und spürbar mehr Unternehmen als gewöhnlich gehen in die Insolvenz. Die einzig effektive Strategie dagegen besteht darin, die Tür zu öffnen für etwas Neues: Neue Ideen, neue Köpfe, neue Initiativen! Wer meint, was schon immer richtig war und Bestand gehabt hat, wird auch in Zukunft weiter erfolgreich sein, erlebt eine böse Überraschung. Das gilt auch für Warsteiner Unternehmen. Die Zeit der Dinos läuft ab. Das muss aber kein Anlass zur Sorge sein, denn hier genau liegt das Potenzial in dem, was die Sterne für 2019 verheißen: Neues bekommt eine Chance, weil eingefahrene Wege in eine Sackgasse führen. Wer sich auf neues Terrain traut - im Geschäftlichen wie im Privaten - wird reich belohnt. Das ist übrigens keine Frage der Größe, sondern der Offenheit. Damit sollen keinesfalls alle Traditionen schlecht gemacht werden. Sie müssen nur authentisch sein. Warstein blickt im kommenden Jahr auf zwei wichtige geschichtliche Ereignisse zurück, die sich vor Neuerungen nicht fürchten müssen: 150 Jahre Gymnasium und 150 Jahre Kolping. Die Feier für das Gymnasium findet am 15. März statt. Erfreulicherweise ist das Datum der Eröffnung genau überliefert, nämlich der 5. Mai 1869. Gehen wir von 8 Uhr morgens aus, lässt sich ein genaues Horoskop erstellen, das viel verrät. Fünf Planeten befinden sich im Zeichen Stier. Eine solche Konstellation ist für die Ewigkeit geschaffen, denn nichts ist stabiler als der Stier. Damit können auch zwischenzeitliche Irritationen und Herausforderungen souverän gemeistert werden. Das Gesamthoroskop zeigt zudem, wie ausgesprochen innovationsfreundlich und offen für neue Ideen das Gymnasium gleichzeitig ist. Unmittelbar am Aszendenten steht der Uranus, der „Revolutionär“ unter den Planeten. Er ist derjenige, der (auch 2019) all das herausfordert und erschüttert, was nicht echt ist. Dadurch läuft das Gymnasium niemals Gefahr, in seiner Stabilität zu erstarren. Die Ausrichtung als Europaschule mit bilingualem Unterricht auch in Englisch sind heutige Ausdrucksformen dieser Offenheit und Freude am Neuen. Der Aszendent selbst steht im Krebs und garantiert eine Atmosphäre von Geborgenheit und Wohlfühlen, während der Mars im selbstbewussten Löwen gute Voraussetzungen bietet, sich im Wettbewerb mit anderen zu behaupten. Man könnte meinen, die Gründungsväter (oder -mütter) hätten eigens einen Astrologen angestellt, um einen optimalen Zeitpunkt für die Gründung zu errechnen. Am Tag der Feier selbst läuft der Mond durch den Krebs und der Mars über all die Planeten im Stier. Es wird eine Feier, die ans Herz geht und gleichzeitig Verbundenheit mit dem Erbe der Vergangenheit verdeutlicht. Die Ideen der Gründer sind nicht vergessen, auch wenn sie heute gänzlich andere Formen angenommen haben. Die Verantwortlichen dürfen sich auf die Feier und mindestens weitere 150 Jahre freuen. Ein Horoskop für die Kolpingsfamilie zu stellen, ist nicht ganz so einfach. Die eigentliche Gründung fällt ins Jahr 1867, nach Warstein breitete sich die Bewegung gut zwei Jahre später aus. Dort konstituierte sich die Gemeinschaft zu Beginn des Jahres 1870. Ähnlich wie bei der Gründung des Gymnasiums sind Stier und Krebs betont, wenn auch nicht so ausgeprägt. Aber auch bei Kolping wollen das Beständige und das Atmosphärische ihren Schützlingen eine Heimstätte bieten. Dazu kommt der hohe Idealismus des Schützen. Der Zeitpunkt der Feier bestätigt das Verlässliche. Zahlreiche Planeten befinden sich im Steinbock. Damit wird es beim Gedenken etwas Nüchterner zugehen, aber es entsteht ein Gefühl der Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Pflichterfüllung. Der 5. Mai ist für Warstein offensichtlich ein besonderes Datum. Genau 150 Jahre nach Gründung des Gymnasiums wird an dem Tag eine bemerkenswerte Ausstellung im Haus Kupferhammer eröffnet. Zum ersten Mal stellt eine jüdische Künstlerin in Warstein aus; gemeinsam mit der Lokalmatadorin Marita Mues. Renata Level wurde 1972 in Litauen geboren. Als Jüdin hat sie jedoch immer einen besonderen Bezug zum Staat Israel verspürt. Deshalb ist sie bereits im Alter von 20 Jahren dorthin ausgewandert. Nach einem Studium der Mathematik und Informatik widmete sie sich ganz der Kunst. Neben zahlreichen Ausstellungen in Israel werden ihre Werke in Italien, Großbritannien und anderswo gezeigt. Die Eröffnung am 5. Mai ist nicht nur eine Premiere für Warstein, sondern auch für die Künstlerin, denn es ist ihre erste Ausstellung in Deutschland, worauf sie sich sehr freut. Das Horoskop für den Tag ist vielversprechend. Die Eröffnung findet wenige Stunden nach dem Neumond im Stier statt. Da wird Neues geboren, der Same gelegt für etwas, das über den Tag hinaus reicht und langfristig Bestand hat. Außerdem befinden sich zahlreiche Planeten im Widder, dem dynamischsten und innovativsten Zeichen im Tierkreis. Dadurch bekräftigt sich die Idee, dass diese Ausstellung kein einmaliges Ereignis bleibt, sondern eine größere Initiative angestoßen wird. Es wird spannend! Der Aszendent fällt in den Krebs. Alle, die der Vernissage beiwohnen, werden sich dort ausgesprochen wohlfühlen, geradezu heimisch. Der Stier verspricht zudem einen materiellen Erfolg für beide Künstlerinnen, der auch nicht unterschätzt werden darf. Generell lässt sich für Warstein und darüber sagen, wenn die Chance genutzt wird, sich von alten Fixierungen, Vorstellungen und Plänen zu lösen und zu erkennen, dass dies gar nicht schwer ist, dann folgt am Ende des Jahres die Belohnung. Der Revolutionär Uranus begegnet nämlich Mitte Dezember dem großzügigen Göttervater Jupiter in einer sehr harmonischen Verbindung, die auch in den individuellen Bereich hinein wirkt. Wer sich unter diesen Konstellationen zudem radikal der eigenen Verantwortung stellt statt in der Vergangenheit herumzustochern, der wird belohnt, denn: Das Glück ist mit den Mutigen!

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