Gartenparadies in Warstein-Belecke

Bei Casparys fühlen sich Tiere wohl

Belecke – Die lebhaften Nymphensittiche gehören zu den wohl bekanntesten Ziervögeln. Besonders auffällig ist ihre Federhaube, die sie bei Erregung aufstellen – gehören sie doch zur Familie der Kakadus.

Insbesondere als Heimtiere werden sie von vielen Vogelliebhabern geschätzt. Doch was ist, wenn ein Nymphensittich plötzlich den heimischen Garten als neues Zuhause wählt? 

So erging es kürzlich dem Ehepaar Caspary, wohnhaft in der Belecker Ringstraße. Ein Garten voller Blumen, Obstbäume und kleiner Bewohner aus dem Tierreich hat das Ehepaar zu bieten. 

„Wir haben hier ein kleines Biotop. Hier fühlen sich Tiere wohl“, berichteten die Beiden stolz. Auch ein Nymphensittich hat sich direkt in den bunten Garten verliebt und hat dem Ehepaar fortlaufend regelmäßig einen Besuch abgestattet. 

Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei dem neuen Gartenbewohner um einen entflogenen Nymphensittich aus Lippstadt handelt. „Der Besitzer war bereits bei uns und hat es uns bestätigt“, erklärte Gerd Caspary.

 Und damit begannen die Casparys gemeinsam mit ihrer Nachbarin zu überlegen, wie sie den Vogel am besten einfangen können. Gerade ernähre sich der Nymphensittich nämlich noch von ihren Obstbäumen, aber im Winter könne das nicht mehr funktionieren und der Vogel würde möglicherweise nicht überleben. Kurzerhand wurde Futter gestreut, um das Tier zu locken und ein alter Papageienkäfig wurden aufgestellt. 

Auch mit einem Tuch habe die Nachbarin bereits versucht den Ausreißer zu fangen. „Jedoch ist der Vogel sehr scheu und fliegt weg, wenn man ihm zu nah kommt“, erklärten die Vogelliebhaber. Gewöhnlich komme er, wenn er Hunger habe, berichteten sie und auch vor einem Falke habe er sich schon einmal geschickt unter einer Photovoltaikanlage versteckt. 

Außerdem berichteten die Belecker von einem Morgen, als sie aus dem Bett in den Garten blickten und der Nymphensittich nur wenige Meter vor ihrem Fenster auf einem Ast saß und „schräg in das Schlafzimmer schaute.“ 

Dass die Casparys schon sehr vertraut mit ihrem neuen Bewohner sind beweist, dass sie morgens schon oftmals gepfiffen haben und der kleine Vogel sich daraufhin zu Wort meldete. „Wir waren am Friedhof und haben Töne gehört, das könnte er gewesen sein“, fügte Gerd Caspary hinzu. 

„Den Tieren gefällt es einfach zu gut bei uns. Egal, ob Hasen, Rehe oder Marder - bei uns bekommen viele Tiere Nachwuchs und verweilen bei uns“, fügten die Naturliebhaber an.

 So bleibt nichts anderen als Daumendrücken, dass es dem Ehepaar Caspary gelingt den Nymphensittich einzufangen, denn auch wenn ihr eigener Garten sicherlich ein tolles Zuhause bietet, „ist es Zuhause dann doch am schönsten“ und das ist schließlich in Lippstadt.

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