Bewohnerin geweckt - Feuerwehr gerufen / Etwa 20.000 Euro Sachschaden

Feuerlöscher und Schlauch: Belecker bekämpfen mutig Brand von Gartenhütte

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Robin Brockmann (l.) und Fabian Vehlgut entdeckten den Brand in der Nacht zu Donnerstag und reagierten goldrichtig.

[Update 13.11 Uhr] Belecke - Robin Brockmann und Fabian Vehlgut aus Belecke ist es zu verdanken, dass die Flammen einer brennenden Gartenhütte im Wiebusch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nicht in ein Brand-Desaster ausgeartet sind. Sie reagierten geistesgegenwärtig, ehe die Profis der Feuerwehr übernahmen. Die Polizei bezifferte den Sachschaden am Mittag auf etwa 20.000 Euro. "Der Brandort wurde beschlagnahmt, um die Brandursache zu ermitteln", so die Polizei.

Es war 0.30 Uhr, als Fabian Vehlgut (23) seinen Kumpel Robin Brockmann (22) vor dessen Haus im Belecker Wiebusch absetzen wollte. In diesem Moment bemerkten beide, dass Flammen aus dem Dach der Hütte im Garten der Nachbarn schlugen.

Sofort sei ein Feuerlöscher aus dem Haus der Familie Brockmann geholt worden, um die Flammen zu bekämpfen. "Wir hatten die Befürchtung, dass noch jemand in der Hütte ist", berichtete Robin Brockmann. Eine erste Kontrolle brachte jedoch die erleichternde Erkenntnis, dass offenbar kein Menschenleben direkt durch den Brand in Gefahr ist.

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle, musste jedoch aufwändige Nachlöscharbeiten durchführen. Der Einsatz dauerte vier Stunden.

"Gleichzeitig habe ich die Feuerwehr gerufen", berichtete Fabian Vehlgut vor Ort. Im Bann des Schreckens wählte er die Nummer 911 - die Notrufnummer der Vereinigten Staaten. Da die 911 im Mobilfunknetz jedoch als Notrufnummer erkannt wird, meldete sich dennoch der Disponent in der Soester Rettungsleitstelle, der die Einsatzkräfte des Löschzugs Belecke in den Wiebusch schickte.

Gartenhaus-Brand im Wiebusch in Belecke

Bis zum Eintreffen der freiwilligen Feuerwehrleute handelten die beiden Belecker genau richtig: "Ich habe bei meiner Nachbarin, deren Gartenhütte in Flammen stand, geklingelt, gegen Tür und Fenster getrommelt und sie somit geweckt", schilderte Robin Brockmann. Da direkt an der Gartenhütte ein Carport stand, der wiederum an das Wohngebäude der Familie grenzte, war es immens wichtig, dass alle Personen aus dem Haus in Freie kamen. Wären die Flammen übergeschlagen, hätte auch im Haus Lebensgefahr bestanden.

"Plötzlich heißt es: 'Bei dir brennt es'"

"Das war natürlich ein großer Schreck. Du wirst aus dem Schlaf gerissen und plötzlich heißt es: 'Bei dir brennt es'", schilderte die betroffene Petra Volmari das Erlebte. Sofort sei ein weiterer Feuerlöscher aus dem Haus geholt worden; am Nachmittag hatte sie die Blumen im Garten gegossen - so war auch der Gartenschlauch schnell zur Hand. 

"Der Rauch und die Hitze waren schon enorm und haben uns auf Distanz gehalten. Dennoch konnten wir zumindest verhindern, dass das Feuer in großer Geschwindigkeit größer wurde", sagte Robin Brockmann.

Insgesamt rund 30 Feuerwehrleute vor Ort

Nach kurzer Zeit war die Feuerwehr mit rund 15 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort und startete umgehend die professionelle Brandbekämpfung: "Mit zwei Trupps unter Atemschutz hatten wir die Flammen schnell unter Kontrolle", berichtete Beleckes Löschzugführer Harald Borghoff.

Das Dach musste mit einer Kettensäge geöffnet werden - so konnte jedes Glutnest entdeckt und gelöscht werden.

Etwa 15 weitere Kräfte wurden unter anderem mit der Drehleiter hinzugerufen, da das Dach im betroffenen Bereich mit einer Kettensäge geöffnet werden musste. Der Brand war auf der Rückseite ausgebrochen - offenbar durch einen defekten Kühlschrank. Von dort hatten sich die Flammen schnell durch die Wand ins Innere gefressen. Mit einer Wärmebildkamera wurde sichergestellt, dass keine Glutnester unentdeckt blieben. Daher musste das Dach geöffnet werden.

Einsatz dauert mehr als vier Stunden

Mit den Lösch- und Aufräumarbeiten waren die Einsatzkräfte bis kurz nach 4.30 Uhr beschäftigt. Ihnen galt Petra Volmaris Dank ebenso wie Robin Brockmann und Fabian Vehlgut: "Ich habe die Hütte um 23 Uhr verlassen und bin ins Bett gegangen. Dank der schnellen Hilfe konnte Schlimmeres zum Glück verhindert werden!" 

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