Aktion junger Schüler

Friedensmarsch macht Halt in Hirschberg

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Hirschberg – Stimmungsvolle Friedenstänze, tolle Gesprächsrunden und ganz viel Gesang: die Teilnehmer eines viertägigen Friedensmarsches von Soest nach Meschede resümierten in Hirschberg begeistert die erste Hälfte ihres Abenteuers.

„In kürzester Zeit ist ein tolles Gruppengefühl entstanden“, beschrieb Jonna Biermann aus Soest den Zusammenhalt der Gruppe. Die 14-Jährige möchte auf die Lebensumstände ihrer Brieffreundin Alaa aufmerksam machen, die im Gaza-Streifen lebt. 

Gestartet war die Gruppe mit über 70 Leuten auf dem Soester Markplatz in Richtung Völlinghausen, bevor am Montagabend die Hirschberger Schützenhalle zum Nachtquartier umfunktioniert wurde. 

Lediglich ein paar Schlafsäcke und Decken reichten aus, um eine gemütliche Atmosphäre zu erschaffen, in der sich alle kleinen und großen Wanderer wohlfühlten. 

„Bei unserer Ankunft in Völlinghausen waren wir echt erschöpft“, erzählte Jonna von der ersten Etappe des Friedensmarsches. 

Gemeinsames Singen, Tanzen und Essen sei wichtig für die gesamte Gruppe, um ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen und alle mitzureißen, damit der Fußmarsch bis zur nächsten Unterkunft nicht allzu lang wird, gab die Schülerin zu erkennen.

„Durch kleine Spielchen haben wir uns am ersten Abend zunächst erst mal kennengelernt, um dann inhaltlich zu werden“, erzählten die Jugendlichen.

Als besonders schön und emotional beschrieben die Teilnehmer einen Moment während der Wanderung nach Hirschberg. Nach einem Picknick folgten 20 Minuten der Stille, um sich im Anschluss die Hände zu reichen, damit die Kraft der Gruppe nach Israel und Palästina gesendet werden konnte. „Wir standen in der Sonne und haben eine Friedenshymne einer Aktivistin gesungen“, fasste Jonna den Moment gerührt zusammen. 

Ebenso untermalten Friedenszeichnungen und Friedenskekse die Intention und den Zusammenhalt der Marschgruppe. 

Angekommen in Hirschberg folgte ein gemeinsames Abendessen, um sich auf den Abend einzustimmen, der von Tänzen und Gesprächsrunden am Feuer geprägt werden sollte. Ebenso ein Bericht über den Nah-Ost-Konflikt sollte helfen, allen Teilnehmern den gleichen Hintergrund zu verschaffen, um so zu den geplanten Gesprächsrunden am Feuer beizutragen.

Einen weiteren besonderen Moment sollte das gleichzeitige Singen mit einer Friedensorganisation aus Israel bieten, um noch mehr Kräfte in die Krisengebiete zu senden, erklärte die 14-Jährige Initiatorin. 

„Am letzten Tag werde ich auf jeden Fall weinen“, blickte Jonna Biermann auf die Planungen in Meschede, der letzten Station des Friedensmarsches. Es sei eine Aktion in Meschede geplant, die jedoch noch aus der Gruppe entstehen solle, verriet Jonna, die mit vollem Herzblut hinter ihrem Friedensmarsch steht. 

Auch Hedda und Lilli aus Soest erhoffen sich mehr Aufmerksamkeit für das Schicksal der Menschen wie Alaa. Die beiden 12-Jährigen mögen insbesondere das gemeinsame Singen und den wachsenden Zusammenhalt der Gruppe. „Frieden ist ganz wichtig, denn wenn sich alle hassen, kann unsere Welt nicht funktionieren“, appellierten die beiden Mädchen selbstbewusst mit einer Fahne, die den Wunsch aller Teilnehmer zusammenfasst: „Frieden.“

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