Erste Hilfe-Kurs

Freunde und Förderer sind auch Ersthelfer und Brandbekämpfer im Haus Kupferhammer

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Warstein – Was muss ich im Brandfall beachten? Wie behandle ich einen verletzten Besucher? Aus den Freunden und Förderern des Hauses Kupferhammer wurden am Samstag die Ersthelfer und Brandbekämpfer des Warsteiner Stadtmuseums.

Von einem Kollegen aus Münster habe Bernhard Enste als Vorsitzender des Förderkreises den Tipp erhalten, doch auch in den eigenen Reihen für den Ernstfall zu schulen. Denn, so Enste, sei eine ausreichende Schulung der Museumsverantwortlichen von großer Bedeutung – Gästen, Besuchern, Zuhörern und Zuschauern könne während der Öffnungen oder Veranstaltungen immer etwas zustoßen, es könne zu technischen Defekten kommen oder sogar Brände könnten ausbrechen. 

Geschult wurden die Heimathistoriker von Feuerwehrchef Michael Döben, der bei der Stadt Warstein für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist, sowie von Notfallsanitäter und Rot-Kreuz-Ausbilder Hendrik Sprave. 

Gerade das Museum Haus Kupferhammer könne bei einem Brand zum großen Gefahrenort werden, erklärte Döben. Die hölzerne Bauweise fange schnell Feuer, die Elektrik könne für technische Defekte anfällig sein: „Eigentlich brennt hier im Museum alles. Und das auch relativ schnell.“ 

Döben schulte in der Benutzung von Feuerlöschern, erklärte die Hauptschalter von Wasser und Strom, zeigte Flucht- und Rettungswege: „Wichtig ist, dass Ruhe bewahrt wird, aber die Leute hier auch schnell rauskommen. Das Feuer ist nicht das gefährliche, sondern der sich ausbreitende Qualm.“ 

Nach der Menschenrettung käme die Tierrettung, dann die Sachrettung, so Döben: „Würde es im Haus Kupferhammer brennen, Menschen und Tiere wären gesichert, würden wir uns daran machen, die Ausstellungsstücke zu sichern. Das gehört auch zu den Aufgaben der Feuerwehr.“ 

Hendrik Sprave ergänzte Döben und zeigte auf, wie eine stabile Seitenlage funktioniert, wie man Wunden und Verletzungen verbindet und behandelt und welche Informationen für Sanitäter und Notärzte von Bedeutung sind. Es können schnell passieren, dass ein Besucher ohnmächtig wird, auf einen Wespenstich allergisch reagiert oder stürze. Und dann sei es umso wichtiger zu wissen, wie man passend reagiert: „Bleiben Sie bei dem Verletzten und reden mit ihm und wählen dann die 112.“

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