Einstimmiger Beschluss im Stadtentwicklungsausschuss

Folgenutzungskonzept soll Perspektiven für alte Steinbrüche aufzeigen

Warstein - Der Stadtentwicklungsausschuss hat mit einem einstimmigen Beschluss einen wichtigen Meilenstein bei dem für Warsteins Stadtentwicklung so wichtigen Thema „Folgenutzung für das Steinabbaugebiet“ gesetzt.

Er soll nach langen und intensiven Beratungen im Rahmen der Aufstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) zu einem Startschuss werden. 

Am Freitag, 17. Mai, werden alle beteiligten Akteure im Rathaus die gemeinsame Vereinbarung zur Finanzierung der Konzept-Erarbeitung unterschreiben und zudem den Auftrag an die im Vorfeld ausgewählte Bürogemeinschaft Mestermann/Stelzig unter Beteiligung des Moderators Enderle erteilen. 

Eineinhalb bis zwei Jahre lang soll der Prozess dauern, an dessen Ende ein Konzept steht, das trotzdem nur „informellen Charakter“ haben wird und damit keine rechtliche Bindung ausübt. 

Angesichts der schwierigen Einbindung aller Betroffener ruhen darauf trotzdem große Hoffnungen. „Es ist kein einfacher Weg und tut manchmal richtig weh, zu Kompromissen zu kommen“, fasste Ausschussvorsitzender Hubertus Jesse (CDU) zusammen. 

BG-Fraktionschef Jochen Köster empfand es mit Blick auf die Steinindustrie als schwierig, „mit Partnern zusammenzuarbeiten, mit denen man vor Gericht liegt. Aber es geht wohl nicht anders.“ 

SPD-Kreistagsabgeordneter Erwin Koch freute sich, „in dieser schwierigen Gemengelage ein positives Zeichen zu setzen“. 

Ortsvorsteher Dietmar Lange sah die Aufstellung des Konzeptes als „für die Beteiligten gut und für die Bevölkerung gut“. 

Worum es geht, verdeutlichte Fachbereichsleiterin Sabine Leitner an einem Bild: Die Rekultivierungsauflagen bei den Abbaugenehmigungen der vergangenen Jahre bilden aktuell einen ungeordneten Flickenteppich diverser Maßnahmen, die dringend planerisch zu regulieren sind. 

Die Stadt tritt bei der Konzeptfinanzierung in Vorleistung und hat für 2019 und 2020 jeweils 60 000 Euro bereit gestellt. Am Ende zahlt sie zusammen mit den Stadtwerken rund ein Viertel, den Rest teilen sich die beiden Steinbruchbetriebe sowie weitere Unternehmen und Verbände. 

Mit 0,5 Prozent sind die heimische Initiative Trinkwasser und der BUND Rüthen-Warstein dabei.

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