Verschmelzung von Sichtigvor und Mülheim Teil des aktuellen Bedarfsplanes

Feuerwehr-Fusion im Möhnetal

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Sowohl das Gerätehaus in Mülheim wie auch die Unterkunft in Sichtigvor sind renovierungsbedürftig.

Mülheim/Sichtigvor – Der mögliche Zusammenschluss der beiden Feuerwehr-Löschgruppen Mülheim und Sichtigvor steht mindestens seit der Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplanes 2014-2018 vor fünf Jahren im Raum. Dennoch scheint es für einige Aktive ein Ding der Unmöglichkeit, dass für Samstag, 2. Februar, um 20 Uhr zu einer gemeinsamen Jahresdienstbesprechung im Gerätehaus Mülheim eingeladen wurde. Doch die Ankündigung in unserer Zeitung am vergangenen Samstag war mitnichten eine „Zeitungsente“, wie Feuerwehrchef Michael Döben bestätigte. Allerdings gab er auch die Einschätzung: „Das ist ein ganz schwieriges und heißes Thema, weil es bei verschiedenen Leuten Vorbehalte gibt.“

Doch hinter den Kulissen wurde der Termin seit Wochen vorbereitet, es wird auch einen gemeinsamen Jahresbericht geben. „Es ist ein Punkt erreicht, an dem die weitere Entwicklung bedacht werden muss. Beide Feuerwehrgerätehäuser sind renovierungsbedürftig. Aber es ist absehbar, dass mittelfristig in den nächsten fünf bis sieben Jahren ein neuer Stützpunkt gebaut werden muss für das Möhnetal. Zwei wird es nicht geben“, so der Stadtbrandinspektor.

Im Januar 2013 war bereits ein Antrag an den Warsteiner Rat gestellt worden, zu prüfen, ob ein „Feuerwehrstützpunkt Möhnetal“ für die Löschgruppen Sichtigvor und Mülheim auf dem Grundstück „Haus Schöne“ am Kreisel in Sichtigvor gebaut werden könne. Weil das Grundstück der Stadt Warstein aber nicht zur Verfügung stand und weil in Sichtigvor im Rahmen des Fahrzeugbeschaffungskonzeptes im Jahr 2014 eine zusätzliche Einstellmöglichkeit für das damals zur Umsetzung vorgesehene Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus Belecke geschaffen werden musste, wurde vom Auftrag für eine zeit- und kostenintensive Machbarkeitsstudie abgesehen. Durch den Bau einer Fahrzeughalle am Gerätehaus an der Jahnstraße bestand damals zunächst kein weiterer Handlungsbedarf. Doch auch schon im Jahr 2013 wurde die Zusammenfassung der Standorte Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen an einem Standort als „denkbar“ bezeichnet. „Ob auch der Standort Allagen hinzukommen könnte, wäre dann zeitnah zu prüfen. Voraussetzung ist, dass eine solche Zusammenführung feuerwehrtaktisch sinnvoll ist, ein geeigneter Standort gefunden wird und die Finanzierung sichergestellt werden kann“, hieß es in der Vorlage für den Brandschutzbedarfsplan.

Wie weit die Pläne gediehen sind, werden die Angehörigen der Löschgruppen Mülheim und Sichtigvor am 2. Februar erfahren. Dass in einem Feuerwehrbedarfsplan aus Wunsch auch Wirklichkeit werden kann, zeigt sich am laufenden Neubau des Gerätehauses in Belecke und dem geplanten Baubeginn in Warstein im Herbst.

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