Dienstältester König eröffnet das Kaiserschießen

Am 1. und 2. Mai feiern Waldhausens Schützen 150. Geburtstag

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Wiederwahl hieß es für die Vorstandsmitglieder der Waldhausener Schützen.

Waldhausen – Das Programm steht, die Gäste sind geladen und die Vorfreude steigt – für das große Festwochenende am 1. und 2. Mai ist die Schützenbruderschaft St. Antonius bestens gerüstet. „Allerdings“, so Oberst Dietmar Beele während der Generalversammlung am Samstagabend in der Schützenhalle, „ist noch eine große To-do-Liste ab zu arbeiten“. Schließlich sind es gleich zwei große Ereignisse, die es vorzubereiten gilt. Zum einen feiern die Schützen ihr 150-jähriges Bestehen mit Kaiserschießen und Festumzug, zum anderen übergeben sie die neue Vogelschießanlage ihrer Bestimmung.

Die Vorbereitungen auf die beiden Großereignisse halten die Bruderschaft bereits seit einiger Zeit in Atem. „Wir blicken auf ein arbeitsintensives Jahr zurück“, erinnerte Beele vor allem an die zweite Jahreshälfte in der Arbeitsgruppen gebildet und die Weichen für ein gelungenes Fest gestellt wurden. Inzwischen steht sogar die Reihenfolge für das Kaiserschießen fest. Beele: „Sie erfolgt nach dem Königsjahr, der dienstälteste König, der zum Schießen antreten möchte, zuerst, der amtierende König dann zum Schluss und wenn der erste Durchgang beendet ist, geht es von vorne wieder los.“ Auch über mögliche Unstimmigkeiten bei der Kaiserinnenwahl hat sich der Vorstand Gedanken gemacht: „Es wäre wünschenswert, wenn der neue Kaiser dann auch seine ehemalige Königin zur Kaiserin wählt.“ Den Majestäten, die zweimal die Königswürde errungen haben, werde freigestellt, welche der jeweiligen Regentinnen sie erwählten. Tatsächlich darf nichts dem Zufall überlassen bleiben, von der Reihenfolge beim Festumzug über die Festlegung des Marschweges bis hin zu den Absprachen mit dem Ordnungsamt. So hatte zum Beispiel der Zeltverleiher die starke Gefällesituation auf dem Feld schräg gegenüber der Halle thematisiert. Der Höhenunterschied beträgt hier immerhin 1,20 Meter. Nach einigen Ortsbesichtigungen konnten die Bedenken aber weitgehend ausgeräumt werden. Die Einladungen an rund 15 Vereine sind abgeschickt. Beele: „Die Rückmeldungen erwarten wir im Februar und dann können wir weiter planen.“

Auch im Rückblick auf den Bau der Vogelschießanlage wurde deutlich, welche Kraftanstrengungen von den freiwilligen Helfern gefordert waren. Unter anderem müssen nun noch die Freiflächen gestaltet und die Zuwegungen gepflastert werden. Der Aufbau der Vogelstange soll Ende März erfolgen. Der Oberst dankte in diesem Zusammenhang allen Spendern der Crowdfunding Aktion für die Gesamtsumme von 10 000 Euro: „Das ist für unsere kleine Ortschaft ein Superergebnis.“

Das eigentliche Schützenfest findet in der Zeit vom 22. bis zum 24. Mai statt und soll nach den Worten Beeles „im Großen und Ganzen wie gehabt“ durchgeführt werden. Am Schützenfestsamstag ist nach dem Gottesdienst eine Cafeteria für die Schützenfrauen in der Halle angedacht – eventuell mit Happy Hour für Bowle. Den Vorschlag aus dem Reihen der Mitglieder, eventuell ein Frauenvogelschießen zu veranstalten, hält der Vorstand an dieser Stelle für „schwierig“. Beele: „Eventuell könnten wir das im Zuge des Dorffestes im Oktober organisieren.“

Ihre Zufriedenheit mit dem Führungsgremium demonstrierten die Mitglieder bei den Wahlen. Einstimmig bestätigten sie Christian Aßhoff im Amt des Geschäftsführers. Auch die zweite Fahne mit Adam Karas, Jens Alfermann und Sven Bretl bleibt unverändert.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ kam die Frage auf, ob es nicht möglich sei, das Vogelschießen in die Halle zu übertragen. Möglich schon, aber zu teuer, befand der Oberst. Bei schlechtem Wetter sei man allerdings bereit, die Mehrkosten zu tragen.

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