Imker können Rapsblüte noch mitnehmen

Faulbrut-Sperrbezirk im Stadtgebiet von aufgehoben

Belecke - Aufatmen bei den Imkern im Stadtgebiet: In der vergangenen Woche hat das Veterinäramt des Kreises Soest den vor einigen Monaten eingerichteten Sperrbezirk Warstein zum Schutz gegen die Amerikanische Faulbrut aufgehoben.

„Endlich dürfen wir mit unseren Völkern wieder wandern“, erklärte Heribert Hoppe, Bienensachverständiger und Mitglied der Belecker Imker – und lud die Mitglieder des Vereins am Donnerstag zur „Standschau“ seiner Völker auf die Haar ein. 

„Wir haben alles getan, um eine schnelle Bearbeitung seitens der Behörde zu ermöglichen. Das hat zum Glück geklappt und wir können jetzt noch ein bis zwei Wochen die Rapsblüte „mitnehmen.“ 

Für die heimischen Bienenzüchter war es im Juli des vergangenen Jahres ein Schock gewesen, als unter anderem bei einem externen Bienenstock in Beleckes Wiebusch der Erreger der gefährlichen Seuche gefunden wurde. 

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Diese stirbt größtenteils ab, was zur Folge hat, dass die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und dieses schließlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. 

Auf den Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar. Gewonnener Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. 

„Die Imker im nunmehr ehemaligen Sperrgebiet Warstein sind ab sofort wieder frei. Wir haben allerdings das Sperrgebiet in Möhnesee noch nicht aufheben können und auch in Werl erneut Sporen gefunden“, bestätigte Frau Dr. Nathalie Brüssow vom Veterinäramt Soest auf Anfrage. 

Die Amtstierärztin betonte die gute Zusammenarbeit mit den Belecker Imkern und appellierte an säumige Bienenhalter, die festgelegten Termine für die Abschlussuntersuchung zukünftig einzuhalten. Wichtig sei nun auch eine „gute Wabenhygiene“. 

„Das ist das A und O zur Prophylaxe gegen Faulbrut und Varroa-Milbe.“ 

Immer wieder komme es auch vor, dass sich Laien Bienenvölker kaufen würden und ohne Sachkenntnisse die Imkerei betrieben. „Ich kann nur davor warnen. Es gibt so vieles, was es, vor allem im Bereich der Hygiene, zu beachten gibt. Es ist wichtig, dass die Altimker im Kreis die Jungen da zunächst „an die Hand nehmen“, formulierte Dr. Nathalie Brüssow. 

Diesem Beispiel folgen die Belecker Imker bereits seit einigen Jahren und konnten durch ihr mehrfach angebotenes „Probe-Imkern“ zudem einige junge Vereinsmitglieder dazu gewinnen.

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