Verbesserung auf Möhnetalradweg

Radfahrer müssen nicht mehr durchs Nadelöhr

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Sicherer und leichter passierbar: Stefan Hammeke und Ingo Schaup freuen sich über die sinnvolle Veränderung am Möhnetal-Radweg.

Warstein. Der beliebte Möhnetalradweg zwischen Brilon und dem Möhnesee wird noch fahrradfreundlicher. In Niederbergheim wurde ein Nadelöhr entschärft. 

Wer seine Freizeit gern auf dem Drahtesel verbringt, hat an so mancher Stelle schon gemerkt: Puh, jetzt wird’s eng. Zum Beispiel, wenn man mit Kinderanhänger in Niederbergheim am Möhnetalradweg die Sauerlandstraße passieren wollte. Da war das Durchkommen bis vor Kurzem nämlich noch ein Abenteuer – stand man doch an einem kleinen Nadelöhr namens „Umlaufsperre“. Bis jetzt: Nun ist sie fahrradfahrerfreundlich leichter passierbar. Schließlich gehört sie zur „fahrradfreundlichen Stadt Warstein“. „Ich finde das sehr gelungen“, erklärt Stefan Hammeke, Radverkehrsbeauftragter der Kreises Soest, während er von der Sauerlandstraße auf den Radweg und die rund 2000 Euro teure Maßnahme blickt. „Auch mit der Bodenmarkierung.“ Neu ist nämlich nicht nur, dass die Umlaufsperre nun schräg steht, jetzt weisen auch weiße Streifen auf dem Asphalt darauf hin, dass die Radfahrer Vorfahrt achten müssen. Das zeigt auch ein Schild an, aber Fahrradfahrer achten eher auf den Boden, weiß der Radverkehrsbeauftragte. Das sei allerdings ziemlich aufwendig gewesen. Sein Lob gilt Ingo Schaup und seinen Kollegen vom Bauhof, die hier alles umgesetzt haben. Denn hier am Möhnetalradweg ist richtig was los: Vor zwei Jahren hat der Kreis Soest an dieser Stelle in Niederbergheim eine feste Zählstelle eingerichtet, also eine versenkte Schleife im Boden, die die Anzahl der Fahrräder misst, und die zählt pro Jahr über 79 000 Fahrräder. „Dieses Jahr rechnen wir Corona-bedingt mit noch mehr“, so Hammeke. Die Strecke von Brilon bis Neheim bei Arnsberg sei mit einer Länge von gut 70 Kilometern schließlich „super geeignet für Tagestouren“. Auch die vielen Pedelecs mit ihrem elektrischen Antrieb hätten in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Strecke noch beliebter geworden wäre. Seitdem Ingo Schaup am Bauhof ist – also seit nunmehr 23 Jahren – habe es übrigens immer wieder neue Verordnungen gegeben, wie Radwege zu gestalten sind. Diese Lösung findet er jetzt aber ziemlich gut, sie soll jetzt sukzessive im gesamten Stadtgebiet umgesetzt werden. „Und dann“, frotzelt Schaup, „fängt’s vielleicht wieder von vorne an.“

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