15 Windräder im Arnsberger Wald geplant 

Verfahren für Windpark startet

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„Eine Region sagt Nein“, bringen die Gegner des Windparks seit dem Wochenende an der Möhnestraße ihre Meinung zum Ausdruck.

Warstein. Das war fast zeitgleich: Während die Gegner des geplanten „Windparks“ im Arnsberger Wald an der Möhnestraße ihr Protestbanner aufhängten, gab der Kreis Soest sein Amtsblatt Nr. 15/2018 heraus mit dem für alle Beteiligten wichtigen Inhalten: Ab 31. Oktober kann sich jedermann vier Wochen lang alle Details der Antragsunterlagen anschauen. Einwendungen müssen bis 2.1.2019 erfolgt sein. Der öffentliche Erörterungstermin ist am 19. Februar im Bürgerhaus Anröchte.

Sowohl im „Bürgerservice“ des Soester Kreishauses als auch im Technischen Rathaus in Warstein in der Schulstraße 7 kann zu den jeweiligen Öffnungszeiten Einblick in die gesamten Unterlagen genommen werden. Im Internet ist dies ebenfalls möglich unter: https://www.kreis-soest.de/bauen_kataster/bauen/immissionsschutz/bek/Oeffentliche_Bekanntmachung_Windraeder1.pdf Die Firma WestfalenWIND Planungs GmbH & Co. KG, vertreten durch WestfalenWIND Projekte GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Dr. Jan Lackmann und Friedbert Agethen, Vattmannstraße 6, 33100 Paderborn hat mit 15 Anträgen vom 10.08.2018 eine Genehmigung gemäß § 4 BImSchG für insgesamt 15 Windenergieanlagen (...) beantragt, heißt es im Amtsblatt. „Gegenstand der Anträge ist die Errichtung und der Betrieb von insgesamt 15 Windenergieanlagen des Typs Siemens SWT DD 142 mit einem Rotordurchmesser von 142 m, einer Nennleistung von 3900 kW, einer Nabenhöhe von 109 m für die Anlage WEA 1 und einer Nabenhöhe von 165 m für die Anlagen WEA 2 bis WEA 15“, wird detailliert erläutert. Damit erreichen die Windräder eine Gesamthöhe von 234 Metern bis zur Rotorspitze, nur ein Windrad ist mit 180 Metern kleiner. Neun Anlagen befinden sich auf Flurstücken in der Allagener Gemarkung, sechs Anlagen im Bereich Sichtigvor. Der gesamte Windpark soll eine Nennleistung von 58,5 Megawatt haben. Bei den Vorhaben handelt es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Was eine Umweltverträglichkeitsprüfung angeht ist dem Amtsblatt zu entnehmen, dass die Antragsteller selbst die Durchführung beantragt haben. Ausgelegt werden die kompletten Unterlagen, wie sie am 10. August eingereicht wurden. Neben dem eigentlichen Bauantrag ist dies eine Standortkarte, die Anlagenbeschreibung sowie auch Angaben zum Lärm und Schattenwurf, zur Sicherheit und zur Rückbauverpflichtung. Bis 2. Januar können Einwendungen „schriftlich oder elektronisch“ erhoben werden. Name und Adresse sind Bedingung. Zudem „muss erkennbar sein, wieso das Vorhaben für unzulässig gehalten wird“, heißt es im Amtsblatt. Als Mail-Adresse ist genannt „immissionsschutz@ kreis-soest.de“. Der Kreis Soest weist darauf hin, dass die Einwendungsschreiben an die Antragsteller zur Stellungnahme weiter gegeben werden. Auf Verlangen der Einwender können Name und Anschrift jedoch unkenntlich gemacht werden. Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten oder in Form gleichlautender Texte eingereicht werden, muss eine Person als „Vertreter“ mit Name und Anschrift auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite genannt sein. Geschieht dies nicht, bleiben diese Einwendungen unberücksichtigt.

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