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DRK lädt Flutopfer-Kinder zu Ferienfreizeit in Niederbergheim ein

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Von: Jens Hippe

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Blicken zuversichtlich auf die Hilfsaktion: Rotkreuzleiterin Karin Risse (links), Geschäftsführer Stefan Michels und vom Jugendrotkreuz-Leitungsteam Anna Zimmermann und Luisa Schmücker (rechts).
Blicken zuversichtlich auf die Hilfsaktion: Rotkreuzleiterin Karin Risse (links), Geschäftsführer Stefan Michels und vom Jugendrotkreuz-Leitungsteam Anna Zimmermann und Luisa Schmücker (rechts). © DRK

Die von der Hochwasserkatastrophe in der Eifel und in Rheinland-Pfalz betroffenen Menschen können Hilfe auf fast allen Gebieten gebrauchen. Das DRK in Warstein leistet nun eine ganz außergewöhnliche: „Wir wollen 50 bis 60 Kindern der von der Flut betroffenen Familien einladen, eine Woche lang Ferien hier bei uns zu machen“, sagte Geschäftsführer Stefan Michels.

Warstein – Nachdem Helfer des DRK-Ortsvereins bereits bei drei Einsätzen im Katastrophengebiet mitgewirkt haben, machten sich die Ehrenamtlichen Gedanken, wie man die Bevölkerung dort weiter unterstützen könnte. So kam die Idee auf, Kinder zu einer Ferienfreizeit einzuladen.

Schließlich verfügt das Jugendrotkreuz hier über Erfahrungen durch zahlreiche, selbst durchgeführte Lager. Von der Idee war auch die Schützenbruderschaft Niederbergheim sofort begeistert und stellt ihre Halle zur Verfügung. Schließlich haben die St. Johannes Schützen viel Erfahrung mit Kinderfreizeiten in ihrer Halle. Seit Jahrzehnten kommen regelmäßig Gruppen aus Beelen im Kreis Warendorf zur Ferien-Erholung. So ist die Halle auch zurzeit ein großes Kinder-Ferienlager.

Bei der Idee, die Flutopfer-Familien zu entlasten und deren Kindern noch eine schöne Ferienwoche zu gönnen, ist es günstig, dass die Ferien in Rheinland-Pfalz später liegen als in NRW. Vom 21. bis 28. August, in der letzten Ferienwoche in Rheinland-Pfalz, soll die Freizeit für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren nun stattfinden.

Kontakt mit dem DRK-Schwesterverband in Ahrweiler sowie dem dortigen Jugendamt wurde hergestellt: Dort kümmert man sich um die Formalitäten vor Ort.

Geschäftsführer Stefan Michels: „Leider ist die Corona-Krise an uns nicht schadlos vorbeigegangen: Es fehlen erhebliche Einnahmen, so dass wir das Projekt ohne Unterstützung aus der Bevölkerung nicht stemmen können: Wir rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 8000 Euro.“

Neben Geldspenden ist eine Unterstützung mit Sachleistungen möglich: „Vielleicht findet sich ein Busunternehmen, das uns bei der Beförderung der Kinder unterstützt. Aber auch Bäckereien und Fleischereien sowie Lebensmittel- und Getränkehändler sind willkommen.“. Von materiellen Einzelspenden bittet das Rote Kreuz (vorerst) abzusehen - ein entsprechender Aufruf erfolgt dann noch gegebenenfalls.

Aber auch bei der Gestaltung des Programms ist Hilfe gerne gesehen. Vivian Wiemar, Jugendrotkreuz-Leiterin des DRK-Ortsvereins: „Uns fehlen noch Gruppenleiter. Wer also Lust hat, beizutragen, die Woche für die Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, kann sich gerne melden. Eine Gruppenleiter-Ausbildung von einem Träger der Jugendarbeit wäre schön, ist aber nicht Voraussetzung. Vielleicht sieht der eine oder andere Verein auch interessante Möglichkeiten, den Kindern eine schöne Zeit mitzugestalten.“

Detlev Winkler, Vorsitzender des DRK-Ortsverein Warstein: „Ich bin immer wieder beeindruckt von der Begeisterung, aber auch der Kreativität, mit der „meine“ Ehrenamtlichen sich für die Ziele des Roten Kreuzes einsetzen: Von der „Blaulichtfraktion“ über die Wohlfahrts- und Sozialarbeit bis hin zum Jugendrotkreuz haben wir hier in Warstein eine super Truppe - und das über die Stadtgrenzen hinaus.“

Für Unterstützung der Hilfsaktion sind die Ehrenamtlichen des DRK dankbar. Folgende Spendenkonten sind eingerichtet:

DE54 4165 0001 1800 0062 47 (Sparkasse Lippstadt)

DE50 4146 0116 0002 5267 01 (Volksbank Hellweg)

Materielle Unterstützung kann mit Stefan Michels abgesprochen werden: E-Mail: Info@drk-warstein.de Tel. 0171- 3536796

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