Drei LEADER-Millionen ebnen Weg für „starke Ergebnisse“

Regierungspräsidentin Diana Ewert überreichte den 5verbund-Repräsentanten, darunter Bürgermeister Dr. Schöne, den Förderbescheid.

Warstein -  Der erste Fördermittelbescheid der Bezirksregierung Arnsberg liegt vor - und die LEADER-Region 5verbund, bestehend aus den Kommunen Warstein, Geseke, Erwitte, Anröchte und Rüthen, kann mit der Umsetzung von Projekten starten. Bürgermeister Dr. Thomas Schöne erhielt jetzt gemeinsam mit seinem Rüthener Amtskollegen Weiken und zwei Vertretern aus Geseke den Förderbescheid aus den Händen der Regierungspräsidentin Diana Ewert.

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Region zur Stärkung des ländlichen Raums. Die Kommunen des 5verbunds haben sich 2014 gemeinsam auf den Weg gemacht und den Zuschlag für die Förderperiode 2014 bis 2020 erhalten.

Damit stehen jetzt insgesamt drei Millionen Euro für die Umsetzung von Projekten zur Verfügung, die erste „Charge“ wurde soeben auf den Weg gebracht. „In der letzten EU-Förderperiode haben wir erlebt, welche enorme Wirkung LEADER in ländlichen Regionen entfaltet. Die Beratung der Akteure und die schnelle Bewilligung von Fördermitteln haben deshalb für uns höchste Priorität“, betont Regierungspräsidentin Diana Ewert. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir uns nach der Umsetzung der Vorhaben über starke Ergebnisse freuen werden.“

Zwei LEADER-Regionalmanagerinnen (1,5 Stellen) wurden bereits eingestellt. Sie beraten und unterstützen die Projektträger bei der Entwicklung, Beantragung und Umsetzung ihrer Vorhaben. Auch die Bürger waren alles andere als untätig: „Es liegen in der Stadt Warstein bereits zahlreiche Projektanträge vor, in denen sich sowohl das hohe bürgerschaftliche Engagement widerspiegelt als auch die enorme Kreativität“, unterstreicht Bürgermeister Schöne, der vor allem dem Hirschberger Ortsvorsteher Franz Linneboden für sein unermüdliches Engagement dankt.

Mit großem Interesse haben sich kürzlich auch schon die beiden Regionalmanagerinnen vor Ort über die Projektideen informiert. Einige Projekte, die konzeptionell schon relativ weit fortgeschritten sind:

Umfeldgestaltung Dorfgemeinschaftshaus Hirschberg: Die ehemalige Grundschule in Hirschberg wird heute bereits als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Mit elf Einzelmaßnahmen sollen die Attraktivität und der Gemeinschaftscharakter weiter unterstützt werden, zumal das Gebäude auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird und der integrative Gedanke im Vordergrund stehen soll.

Skateranlage Belecke: Hier geht es um die Attraktivierung des in die Jahre gekommenen bestehenden Skater Parks durch neue und moderne Anlagen. Das Projekt wurde angestoßen von den aktiven Jugendlichen selbst, die aus dem ganzen Stadtgebiet kommen und bis heute den vorhandenen Skaterpark, soweit dies noch möglich ist, eifrig nutzen.

Informations- und Besucherzentrum Bilstein: Die alte Jugendherberge im Bilsteintal wird heute schon als „Kassenhaus mit Souvenir-Artikeln“ genutzt. In den oberen Etagen des alten, dringend renovierungsbedürftigen Hauses soll künftig auch ein Museum eingerichtet werden, in dem unter anderem steinzeitliche Funde aus der Bilsteinhöhle gezeigt werden. Da das Gebäude am Hang steht, wäre es sogar möglich, eine Brücke einzurichten, über die die Besucher nach dem Verlassen der Höhle direkt ins Gebäude gehen können.

Skywalk Möhnetal: Warstein liegt mitten auf einer der wichtigsten Naturraumgrenzen Europas, hier ist der Schnittpunkt zwischen dem Nordwestdeutschen Flachland und dem Rheinischen Schiefergebirge. Diese geologisch und ökologisch spannende Region, bestehend aus Ackerland, Flusslandschaft und Waldgebiet, soll mit dem Projekt erlebbar gemacht werden durch den Ausbau bzw. die Ausschilderung von Rundwanderwegen und Radrouten und durch den Bau eines „Skywalks Möhnetals“, also einer 50 Meter langen Rampe, die am Steilhang der Liet in das Möhnetal hineinragt.

Touristische Erschließung der Wallburg Loermund in Sichtigvor: Hoch über Sichtigvor liegt die Kreuzbergkapelle. Doch dieser Platz birgt noch mehr Geheimnisse: Verborgen unter der Erde liegt eine hochmittelalterliche Burg, die durch einen tiefen Halsgraben von einer noch größeren Anlage getrennt ist.

Bei Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sogar vorgeschichtliche Keramik gefunden, deshalb gibt es Vermutungen, dass dieser Ort schon wesentlich früher besiedelt war. Mit diesem Projekt soll die Wallburg Loermund touristisch erschlossen werden - vielleicht findet sich so ja sogar noch ein Förderer, der weitere Forschungen an dem Bodendenkmal ermöglicht.

Welche Projekte schlussendlich umgesetzt werden, entscheidet die Lokale Aktionsgruppe (LAG), bestehend aus Vertretern aller Kommunen des 5verbunds. Denn gute Ideen gibt es in der ganzen 5verbund-Region.

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