Sicherheit hat oberste Priorität

Corona-Virus in China: Infineon und Warsteiner Brauerei verfolgen Lage aufmerksam

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Warstein – Der Corona-Virus ist derzeit Gesprächsthema weltweit – und auch in Warstein, denn die Firma Infineon und die Warsteiner Brauerei als größte heimische Arbeitgeber vertreiben ihre Produkte weltweit und haben natürlich auch Kunden bzw. Geschäftspartner oder gar Auslandsvertretungen in China.

„Aktuell sind uns keine Infektionen bei Infineon-Mitarbeitern bekannt“, erklärte Jörg Malzon-Jessen, Unternehmenssprecher bei Infineon in Belecke. „Sollten Symptome auftreten, sind die Mitarbeiter angehalten, zu Hause zu bleiben und sich für weitere Unterstützung an unseren medizinischen Dienst zu wenden.“

Infineon verfolge intensiv die Entwicklung der Corona-Infektionen, insbesondere in der chinesischen Region Hubei. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Geschäftspartner steht für uns an erster Stelle“, so Jörg Malzon-Jessen auf Anfrage unserer Zeitung. „Daher rät Infineon von Reisen in die betroffenen Regionen ab.“ Sofern Reisen erforderlich seien, unterstütze Infineon die Mitarbeiter mit umfassenden Schutzmaßnahmen, basierend auch auf den offiziellen Empfehlungen wie z.B. der WHO oder des Robert-Koch-Institutes. Dazu schreibt das Unternehmen: „Die Präventionsmaßnahmen umfassen unter anderem (Reise-) medizinische Beratung, das Verteilen von medizinischen Vorsorgeprodukten wie Masken und Handdesinfektionsmitteln sowie den ständigen Kontakt mit unseren Standorten.“

In Wuhan unterhält Infineon einen Vertriebsstandort. Aufgrund des chinesischen Neujahrsfests seien die Geschäftsaktivitäten dort derzeit auf ein Minimum reduziert, so Malzon-Jessen. „Infineon hat keine eigenen Produktionsstätten oder Produktionspartner in der Provinz Hubei. Wir evaluieren derzeit eine mögliche Auswirkung der Verlängerung des chinesischen Neujahrsfestes auf unsere Lieferkette, unsere Produktion oder unsere Lieferfähigkeit.“

„Aktuell hat die Ausbreitung des Corona-Virus ‚noch‘ keine Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit“, erklärte Jens Bergfeld, Stellvertretender Leiter Unternehmenskommunikation bei der Warsteiner Brauerei. „Wir beobachten die aktuelle Lage genau. Aufgrund der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr gilt es vorerst die weiteren Entwicklungen nach den Feiertagen abzuwarten. Wir sind im engen Austausch mit unseren chinesischen Kollegen.“ Erst in der letzten Woche hatte die heimische Brauerei bekannt gegeben, dass man mit einem chinesischen Unternehmen einen Liefervertrag für das Reich der Mitte abgeschlossen habe, um den Vertrieb im chinesischen Markt zu stärken. Der Kooperationspartner Sino-German Ecopark Industrial Development importiert und verkauft nach eigenen Angaben Waren aus Deutschland an Händler und Supermärkte in mehr als 100 Städten in China.

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